Wo jetzt schon der erste Glückwunsch eingetrudelt ist: Ja, dieser Blog wird heute zwei Jahre alt. Und das ausgerechnet in einer Zeit, wo ein kleiner unbeabsichtigter Winterschlaf eingetreten ist. Geht hoffentlich bald wieder weiter.
Hier mal ein paar Daten, die das Statistik-Plugin semmelstatz mit Stand von heute ausspuckt:
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Die Top 10 der meistkommentierten Einträge ist ziemlich von Vanessa Hudgens dominiert:
Auf was für Ideen manche Leute so kommen: Ein paar Basteleien und deine Tastatur macht Sound – auf Knopfdruck. Oder du präparierst die Tastatur von jemand anderem und überrascht ihn mit ein bisschen Musik beim Drücken von Caps Lock… :-D
Advent heißt Ankunft. Die Adventssonntage kündigen uns also Weihnachten an. Seit ich weiß gar nicht wie langer Zeit wird insbesondere für Kinder jeder Tag ab dem 1. Dezember zum kleinen Advent, indem ein Türchen im Adventskalender geöffnet werden darf.
Ich bin zwar schon ein bisschen größer, hab mir aber auch wieder einen Adventskalender gekauft. Für 59 Cent. War aber ziemlicher Zufall. Der stand in der Nähe der Kasse einzeln und ziemlich deplatziert rum. Hat sich wohl jemand kurz vorm Bezahlen umentschieden.
Ich hab den Kleinen dann mal in Pflege genommen. Ich fürchte aber, er wird den Jahreswechsel nicht überleben. Was für Adventskalender habt ihr euch denn gegönnt? Die teuersten oder eher die billigsten Adventskalender? Gekauft oder beschenkt worden – evtl. sogar mit einem selbstgemachten?
Am Montag in der Sneak fiel zunächst mal das Bild aus, während noch die Trailer liefen. Dann fiel auch der Ton aus. Nach ner Weile ging ein bisschen Licht an und es kam jemand, um sich für den Fehler zu entschuldigen. Es wird dran gearbeitet. Etwas später ging noch mehr Licht an. Irgendwann ging’s wieder – und es kam der Trailer zu “The Fast and the Furious 4″. Schon mal gar nicht so weit weg von dem Film, der danach kam…
Es kam nämlich Death Race. Dort fahren Gefängnis-Insassen gegeneinander tödliche Rennen. Wer fünf Mal gewinnt, kommt frei. Macht aber keiner. Die sterben alle vorher. Die fahren nämlich nicht nur, die schießen auch und haben Napalm und sonst was alles. Und jetzt erzähl ich euch die dröge Handlung…
Gleich in den ersten Sekunden des Films wird auf der Kino-Leinwand in Textform die Rahmenhandlung eingeblendet: Der Film spielt im Jahr 2012, die amerikanische Wirtschaft ist zusammengebrochen (nicht wenige wunderten sich: “2012 erst?!”), Arbeitslosigkeit und Krimininalität steigen dramatisch und die Gefängnisse sind daher privatisiert.
Ein besonderer Knast ist Terminal Island. Dort finden oben schon beschriebene Autorennen statt und werden online unter dem Namen Death Race vermarktet. Man kann den Zugang zu den über 100 Kameras im Livestream für jeden einzelnen Renntag für 99 $ buchen oder gleich alle drei für 250 $. So macht das Gefängnis jede Menge Kohle…
Langer Spoiler! Jensen Ames – gespielt von Jason Statham – bekommt den Mord an seiner Ehefrau untergeschoben und landet natürlich auf Terminal Island. Natürlich nicht nur, weil sonst keine Verknüpfung zwischen Vorspann und Haupt-Plot besteht, sondern auch, weil das alles geplant war. Seine Frau wurde nur umgebracht, um ihn in dieses Gefängnis zu kriegen und an dem Rennen teilnehmen zu lassen.
Der bisherige Favorit “Frankenstein” (alias Frank) ist nämlich kurz nach seinem vierten Sieg an seinen Verletzungen gestorben. Nun bringt die Aussicht auf den fünften Sieg ja aber eine deutlich größere Spannung mit rein und steigert damit die Zuschauerzahlen. Also muss Frankenstein weiter fahren. Wie praktisch, dass er eh immer eine Maske trug, weil sein Gesicht durch Verletzungen stark entstellt war – diese Maske soll nun Jensen Ames tragen und so für Rekord-Einschaltquoten sorgen.
Er müsste auch nur einmal gewinnen, da Frankenstein ja schon vier Mal hinter sich hat. Gewinnen soll er aber natürlich nicht. Er soll nur für Spannung und damit für hohe Einnahmen sorgen. Der Kopf hinter diesem ganzen modernen Gladiatorentum ist die Gefängnisdirektorin (Joan Allen). Fliehen von der Insel ist natürlich unmöglich. Und einer der Mitfahrer ist der Kerl, der tatsächlich Jensen Ames’ Frau umgebracht hat.
Und so fährt er natürlich tolle Rennen, zieht so gut wie alle anderen Fahrer aus dem Verkehr (natürlich immer tödlich) und killt mit besonderem Genuss den Mörder seiner Frau. Dann verbündet er sich mit seinem letzten Rivalen in dem Rennen, flieht zusammen mit ihm und sprengt noch die Gefängnisdirektorin in die Luft.
Ach ja, vergessen habe ich noch, dass die Fahrer alle Beifahrerinnen haben, die aus nem Frauengefängnis stammen, aber eher nach Model-Agentur aussehen. Fahren können sie trotzdem wie Sau – zumindest die unseres Hauptdarstellers Jason Statham. Am Ende lebt er mit ihr, seiner kleinen Tochter und seinem Ex-Rivalen in Mexiko und betreibt ne Autowerkstatt. Platter ging’s dann wohl nicht mehr. Spoiler-Ende!
Ja, der Film hat viel Action. Aber ich fand ihn trotzdem ziemlich langweilig. Zumal ich lange auch die Autos der ganzen Kontrahenten da kaum auseinanderhalten konnte. Ich hab noch keinen männlichen Zuschauer getroffen, der den Film gut fand. Bei den Frauen sah esoffenbar anders aus. Das kann aber eigentlich nur an den immer wieder mal zu sehenden nackten Männeroberkörpern gelegen haben. Ja, Jason Statham ist toll. Aber das reicht doch nicht!?
Hier noch der Trailer – aber nur für die, denen es nichts ausmacht, die ganze Handlung schon vor dem Gang ins Kino zu wissen:
Wie ich bei filmstarts.de lese, ist der Film ein Remake von Death Race 2000 aus dem Jahr 1974. Allerdings orientiert er sich nur sehr grob an diesem alten Film. Weiter schreibt man in der Filmkritik bei filmstarts.de:
“Death Race” ist ein sinnfreier, primitiver No Brainer, der ungemein sexy aussieht und mit spektakulären Stunts aufwartet – andererseits aber auch so ziemlich jedes B-Movie-Klischee erfüllt.
Kinostart in Deutschland ist am 27. November 2008. Regie und Drehbuch sind von Paul W.S. Anderson, der den Film auch mitproduziert hat. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben – aber Achtung: laut filmstarts.de besteht für Death Race an der Kino-Kasse “Gehirnabgabepflicht”.
Endlich war ich wieder in der Sneak. Aber plötzlich gab es keinen Mr. Sneak mehr. Aus irgendwelchen Gründen arbeitet er nicht mehr dort im Kino. Es gibt dafür jetzt ein Sneak-Team. Ich hatte gehofft, dass sie dafür dann jetzt zum Einstand einen echt guten Film zeigen würden. Leider Fehlanzeige!
Es kam New York für Anfänger. Nun hab ich nichts gegen New York. Auch nichts gegen Anfänger. Und ich mag eigentlich auch Kirsten Dunst und Simon Pegg, die hier die Hauptrollen spielen. Aber der Film war lahm.
Der Anfang ging noch. Simon Pegg ist Sidney Young. Er würde gerne über Stars schreiben, aber er wird nicht auf die wichtigen Szene-Partys eingeladen. Mit allerlei Tricks versucht er sich einzuschmuggeln und ist am Ende selbst die Story – weil er rausgeworfen wurde und auch sonst einiges schief ging.
Wie gesagt, das erste Drittel des Films geht noch. Die Charaktere werden eingeführt, es gibt haufenweise Gags – wenn auch meist nicht besonders geistreich. Und man beginnt die Konflikte im Film bzw. seiner Handlung zu erkennen.
Ach ja, Handlung… Spoiler! Mit Handlung ist nicht viel. Jedenfalls ist sie nicht gerade logisch oder geistreich. Sidney Young wurde also als neuer Boulevard-Reporter beim Sharps-Magazin angeheuert. Die erste Adresse für Tratsch und Klatsch über die Stars. Neue Filme, Comebacks von Stars usw. Nur will sich Sidney nicht anpassen. Er will sich nicht von PR-Agentinnen erzählen lassen, was er zu schreiben hat. Also bleibt er in der Außenseiter-Rolle und seine Artikel werden nie veröffentlicht.
Einmal steht er auch kurz vorm Rausschmiss. Er ist eh erstmal nur auf Probe dort. Raum 1 von 7, wie ihm der Ober-Chef von oben herab verklickert. Trotzdem steigt er von einem Tag auf den anderen zum Abteilungsleiter auf – nur weil seine Vorgesetzten die Firma verlassen haben. Völlig ohne Logik, denn irgendeine tolle Leistung hat er bis dahin nicht gebracht. Die Maskottchen von Stars umbringen gehört aus Sicht eines Boulevard-Magazins nämlich nicht dazu.
Und warum er am Ende seiner großen Liebe den Ring heimlich in die Kleid-Tasche steckt statt ihn ihr feierlich an den Finger zu stecken, bleibt wohl auch ein Geheimnis der Filme-Macher. Die Schluss-Szene versteh ich genauso wenig. Ein klein bisschen Action zum Schluss, aber sowas von unspektakulär – auch wenn versucht wird, das anders darzustellen. Völlig hohl. Spoiler-Ende!
Fazit der Filmkritik: Am Anfang und zwischendrin hab ich mich bei der Romantik-Komödie (wobei mit Romantik nun wirklich nicht viel ist) noch einigermaßen gut unterhalten gefühlt. Aber unterm Strich ist der Film echt nicht zu empfehlen. Der Hauch Gesellschaftskritik bzw. Kritik am Boulevard-Journalismus reißt’s da nicht raus.
Wer sich dennoch den deutschen Teaser und den englischen Trailer ansehen will, bitte sehr. Im Trailer gibt’s allerdings ne Szene, die in dem Film gar nicht vorkam.
Kino-Start in Deutschland ist am 27. November 2008. Der britische Film mit dem Originaltitel How To Lose Friends & Alienate People ist ab null Jahren freigegeben. Für Ältere ist er auch nicht empfehlenswert.
Ich bin ihr vorhin zufällig auf YouTube begegnet. Ich hatte vorher noch nie etwas von Christina Stürmer gehört – und ich muss sagen, ich hab echt was verpasst. In die Musik von ihr hab ich nur kurz reingehört, ist ganz nett.
Aber Christina ist vor allem einfach total sympathisch. Wie hier in einem Auftritt bei TV Total mit Stefan Raab:
Und ich hab Christina komplett verpasst. Dabei hatte sie ihren Durchbruch in Deutschland laut Wikipedia schon im Jahr 2005 und in Österreich schon 2003.
Gestern hat es wieder jemand geschafft. Er hat bei mir angerufen, ich meldete mich ganz normal mit vollem Namen und er fragte “Bin ich da richtig bei XXL-Restaurant?”.
Das kam nicht das erste Mal vor, auch wenn der letzte Anruf dieser Art inzwischen wieder ne Weile her ist. Mal soll ich angeblich in Mannheim Riesenschnitzel verkaufen und mal hat man meine Nummer auch von der Auskunft bekommen.
Aber ich betreibe weder eine Gaststätte in Mannheim, noch in Stuttgart, Berlin, Hamburg oder sonst irgendwo. Ist eh komisch, wenn jemand auf ein Impressum klickt, dort eine Stuttgarter Privat-Adresse findet und dann die dazugehörige Stuttgarter Telefonnummer anruft, um in Mannheim einen Tisch zu reservieren.
Sachen erlebt man mit seinen Blogs, das glaubt man gar nicht. Und dabei habe ich bis heute kein Riesenschnitzel gegessen. Vielleicht sollte ich mal einen Tisch reservieren…
In der Sneak lief heute der neue Kino-Film Ananas-Express alias “Pineapple Express” (US-Original). Der Film ist eine Art Kiffer-Action-Komödie. Eine Mischung aus Lammbock und Rambo. Am Anfang mehr Lammbock, gegen Ende mehr Rambo.
Wenn Seth Rogen in einem Film mitspielt, darf man niveaumäßig nicht mehr viel vom Film erwarten. Und er hat hier die Hauptrolle (Dale Danton). Ein dauerbekiffter Gerichtszusteller, der durch seinen andauernden Marihuana-Konsum, den er bei seinem Drogen-Kumpel Saul (James Franco) stillt, ohnehin schon ein Bein (oder zumindest einen Fuß) in der Unterwelt hat. Das zweite Bein stellt er dann während seines Berufs so richtig tief rein, indem er Zeuge eines Mordes wird und sich in der Folge (natürlich) tierisch ungeschickt anstellt.
Es gibt schon einiges zu lachen, aber irgendwie ist vieles in dieser Kiffer-Komödie einfach zu typisch für Kiffer-Komödien. Vieles schon bekannt. Wobei der Film einiges Unbekanntes und geradezu Groteskes hinzufügt. Action und vereinzelt Splatter-Elemente ergänzen in der zweiten Hälfte den Film.
Am Ende geht’s im Kino nur noch rund. Völlig ohne Sinn, Verstand und Logik. Überall wird geballert und irgendwie scheinen sowohl die Hauptdarsteller als auch die erste Reihe der Nebendarsteller mindestens zwei bis drei Leben zu haben. Pro Szene.
Fazit meiner Filmkritik: Kann man sich antun, muss man aber nicht. Humor und Action hätte man durchaus besser verteilen können und an der Handlung… naja, könnte man noch etwas feilen.
Den Film Ananas-Express gibt’s ab 23. Oktober 2008 im Kino. Jedenfalls ist das der Kino-Start in Deutschland. Altersfreigabe erfolgt wegen einiger recht brutaler Szenen erst ab 16. Den Trailer gibt’s hier.
Ach ja, warum holt die Oma die Truppe am Ende aus dem Imbiss ab?
Eagle Eye – außer Kontrolle. Dieser Film lief am Montag in der Sneak-Preview im Metropol-Kino in Stuttgart. Rasante Action, Spannung und eine nette Story. Aber der Film übertreibt an manchen Stellen maßlos.
Die Story: Jerry Shaw (Shia LaBeouf) und Rachel (Michelle Monaghan) bekommen mysteriöse Anrufe von einer Frauenstimme. Diese Stimme zwingt beide dazu, Dinge zu tun, die sie nicht tun möchten. Was sie auch tun, um sich dagegen zu wehren, es ist zwecklos. Diese Frauenstimme nimmt immer und überall Kontakt mit ihnen auf und demonstriert ihre Macht. Sie hat scheinbar alles unter Kontrolle.
Aber dass sie in Eagle Eye auch über Leuchtreklame mit den beiden kommuniziert, ist echt zu viel. Das konnte man einfach nicht mehr ernstnehmen. Auch im Trailersieht man so eine Stelle (“Jump Jerry Shaw”). Sorry, nee, geht nicht.
Leider kommen solche Stellen immer wieder. Ansonsten hat mir der Film aber eigentlich ganz gut gefallen. Insbesondere der männliche Hauptdarsteller Shia LaBeouf spielt seine Rolle sehr gut. Der Film liefert auch einiges an Stoff zum Mitdenken. Wenn nicht gerade eine der rasanten Action-Szenen über die Kino-Leinwand läuft.
Dicker Spoiler: Eagle Eye ist der Name eines Computer-Systems zur Überwachung der Menschheit. Hier wird alles und jeder bis ins kleinste Detail überwacht. Dieses System hat sich nun selbstständig gemacht und spielt nach eigenen Regeln. Es überwacht auch nicht nur, es steuert alle möglichen elektronischen Geräte – und setzt sie gegen die eigene Regierung ein. Denn die hat einen Fehler gemacht – und das nicht nur, indem dieser Überwachungsapparat geschaffen wurde. Spoiler-Ende
“Eagle Eye. Außer Kontrolle.” ist ein unterhaltsamer Kino-Film mit hohem Spannungsgrad und viel Action, wo aber leider einiges zu sehr übertrieben wurde (Stichwort Leuchtreklame), was den Thriller etwas zerstört. Er ist ein wenig lang (117 min), obwohl die Story eigentlich schnell erzählt wäre. Aber unterhaltsam war’s – und das ist im Kino nicht ganz unwichtig.
Ähnlich auch das Fazit der Filmkritik von Filmstarts.de:
“Eagle Eye – Außer Kontrolle” ist ein rasant inszenierter, spannender Hightech-Verschwörungsthriller, der mit hohem Tempo über einige Plotholes hinwegrast, aber in manchen Momenten etwas zu glatt geschliffen wirkt.