Montag war wieder Sneak-Tag und ich bin wieder spät dran mit meinem Kino-Bericht. Es kam The Bank Job oder auch nur Bank Job. Soweit ich das von den anderen sieben mitbekommen habe, waren wir uns alle einig, dass es ein echt gelungener Film war.
Die Story spielt in London im Jahr 1971 - mit etwas Vorgeschichte im Jahr 1970. Da werden mysteriöse Fotos gemacht von denen man zunächst nicht weiß, was sie für eine Rolle im weiteren Film spielen. Im Jahr 1971 werden dann ein paar kleine Gangster unter Führung von Terry Leather (Jason Statham) zu einem Bankraub überredet.
Wie immer verrate ich ungern zu viel von der Handlung des Films, aber vielleicht noch so viel, dass sie dabei nicht wissen, dass sie eigentlich Handlanger des britischen Geheimdiensts MI5 sind. Die Story des Films basiert auf einer wahren Geschichte, die von OFDb.de wie folgt zusammengefasst wird (Achtung, Spoiler-Warnung, weil die Original-Story natürlich einiges von der Film-Story verrät):
Im September 1971 fand wirklich ein spekatkulärer Bankraub in der Lloyds Bank in der Londoner Baker Street statt, bei welchem 500.000 Pfund erbeutet wurden. Das große Medieninteresse und das Interesse der Öffentlichkeit wurden jedoch bereits nach vier Tagen auf eine mysteriöse Art und Weise im Keim erstickt, als die britische Regierung zur Überraschung aller eine soggenannte Defence Notice verhängte, was eine absolute Schweigepflicht für die Medien zur Folge hat, da sonst die nationale Sicherheit gefährdet wäre. Schließlich kam es zu vier Verurteilungen, die aber in Anbetracht der Größenordnung der Tat eher als glimpflich zu betrachten sind. Die genauen Umstände und Hintergründe sind bis heute noch ungeklärt. Wie auch im Kinofilm, so reichten die Verwicklungen und Mutmaßungen auch damals bereits von kriminellen Kreisen, über den britischen Geheimdienst bis hinein in britische Königshaus.
(Spoiler-Ende)
Der Film ist kurzweilig und baut eine recht komplexe Story auf, die am Ende zusammengeführt wird. Insofern ist er durchaus mit Kino-Hits wie Ocean’s Eleven vergleichbar (was strandgut.de auch tut). Allerdings spielt er eben im Jahr 1971.
Im Kino dachte ich ein paar Mal, dass das doch jetzt unrealistisch sei, sie müssten doch durch dieses oder jenes jetzt erwischt werden - bis mir dann wieder einfiel, dass wir im Jahr 1971 sind und es da wohl noch keine tollen Alarmanlagen mit Bewegungsmelder etc. gab.
Alles in allem finde ich den Film auf jeden Fall empfehlenswert. Spannende Story, gute Schauspieler und noch ein besonderes Sahnehäubchen dadurch, dass die Story auf einer wahren Begebenheit basiert. Der Film wird mal als Polit-Thriller, mal als Gangster-Krimi und mal einfach nur als Thriller oder Krimi bezeichnet, was alles irgendwie stimmt - aber nicht ohne was zu lachen dabei.
Kino-Start in Deutschland ist am 19. Juni 2008, in Großbritannien ist er im Februar und in den USA im März angelaufen. Regie führte Roger Donaldson.
Den Trailer gibt’s hier (aus spoiler-politischen Gründen besser nur das erste Drittel des Trailers ansehen). Die wahre Story auf der der Film basiert ist als Walkie-Talkie-Bankraub bekannt.
Bei eigenen Plänen in der Richtung aber auf jeden Fall bedenken, dass wir nicht mehr im Jahr 1971 sind…