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Ein stinknormaler Kino-Besuch

14. Dezember 2007 um 00:43 Uhr

Vor einiger Zeit war ich das erste Mal seit langem mal wieder außerhalb einer Sneak-Preview im Kino. Und da fallen einem erstmal wieder die ganzen Unterschiede auf. Mal ganz abgesehen davon, dass man in der Sneak nicht weiß, was kommt und es sich bei einem normalen Kino-Besuch meist vorher ausgesucht hat.

Nein, da ist dann noch sowas wie die Vorschau auf andere Kinofilme. Kommt in der Sneak nur ganz selten mal. Find ich eigentlich schade. Könnte man auch dort ruhig öfter bringen. Solange es dann nicht zu viele Vorschauen sind. Schließlich ist man eigentlich wegen etwas anderem gekommen. Zuviel nervt dann eher.

Das gilt ganz besonders für die Werbung. Ich weiß nicht warum, aber auch die gibt es in der Sneak nicht. Wir waren pünktlich in den Film gegangen, ich hatte sogar noch etwas gehetzt, und das haben wir nachher sehr bereut. Nach etwa 20-30 Minuten Werbung und Vorschau ging dann das Licht an und die Eisverkäuferin kam rein.

Halb ironisch, aber auch halb ernst, meinte ich zu meinem Nebensitzer “Jetzt haben die mich fast geweckt”. Er lachte etwas, nickte und murmelte, das sei ihm auch so gegangen.

Mit dieser ellenlangen Werbe-Orgie am Anfang verdirbt man den Menschen doch echt den Spaß am Kino. Zumal man dafür ja auch noch ordentlich Geld hinlegen muss. Kino ist ja nicht gerade billig - bis auf die Sneak vielleicht. Und da ist all das besser. Komisch.

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Geier Sturzflug - Bruttosozialprodukt

30. November 2007 um 23:30 Uhr

Wenige Lieder habe ich schon als Kind gemocht und mag sie heute immer noch. Bruttosozialprodukt von Geier Sturzflug gehört aber definitiv dazu. Ich mag diesen Optimismus darin und diese lustigen Übertreibungen. Das Bruttosozialprodukt (heute natürlich Bruttoinlandsprodukt) steigern klingt ja auch sinnvoll (das Wort Sturzflug ist in diesem Zusammenhang allerdings gefährlich).

Und wer weiß, vielleicht studiere ich ja deshalb heute auch BWL?!

Als Kind in den 80ern kannte ich das Lied vor allem (oder nur) aus dem Radio. Dank YouTube können wir nun sehen, was mir da entgangen ist. Diese Frisuren zum Beispiel. Typisch für die Neue Deutsche Welle (NDW), aber hier wirklich besonders prägnant. Und das Getanze. :-)

Gelegenheit, dieses Lied zu hören hatte ich ab 1983, ich war also 1-2 Jahre alt. Man kann also quasi sagen, dass mich Geier Sturzflug schon mein ganzes Leben begleiten. Ich kann mich beim Bruttosozialprodukt übrigens kaum zurückhalten mitzupfeifen. Entschuldigt mich jetzt also bitte… :-)

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Kein Kinderspiel: Gone Baby gone! (Film)

28. November 2007 um 00:54 Uhr

In der Sneak kam Gone Baby gone alias Kein Kinderspiel (deutscher Titel). Es ist schon eine Woche her, aber über den Film lohnt es sich definitiv zu berichten. (Gestern war ich übrigens nicht, aber sie.)

Die Handlung des Films dreht sich um ein verschwundenes kleines Mädchen. Es gibt zunächst keinen Anhaltspunkt, was mit ihr passiert ist. Kindesmissbrauch? Entführung? Wer könnte es gewesen sein? Jemand aus der Familie? Bekannte? Fremde? Zwei Privatdetektive - ei junges Pärchen - werden angeheuert in der Hoffnung, mehr rauszufinden als die Polizei.

Mehrfach denkt man, der Film wäre zu Ende. Auch da hat er dann schon zum Nachdenken angeregt. Immer wieder werden die Hauptdarsteller - und auch die Zuschauer - mit höchst moralischen Fragestellungen konfrontiert. Kein Kinderspiel ist sehr spannend, man fiebert mit, man denkt mit und am Ende denkt man nach. Und diskutiert mit anderen.

Ich will gar nicht viel vom Film verraten, denn das könnte die Spannung zerstören. Erfreulicherweise ist auch der Trailer zu Gone, Baby, gone so gemacht, dass man ihn gefahrlos ansehen kann, ohne die Spannung zu zerstören.

Einen ausführlichen Bericht, der auch sehr gut darauf achtet, den Film nicht zu zerstören, gibt es bei Filmstarts. Apropos Filmstart. Kinostart in Deutschland ist am 29. November 2007.

Ich kann euch den Film empfehlen. Spannung und viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren.



kaioo: Konkurrenz für StudiVZ

18. November 2007 um 03:05 Uhr

Es wird sicher eine Weile dauern bis kaioo das StudiVZ eingeholt oder vielleicht sogar überholt hat. Aber meiner Ansicht nach stehen die Chancen gut. Genau das, was das StudiVZ in den letzten Monaten erfolgreich verspielt hat, ist bei kaioo ganz groß: Vertrauen.

Das soziale Netzwerk kann man hier wörtlich nehmen, denn die Einnahmen von kaioo werden gespendet. Die Kosten werden abgezogen, die User bestimmen den Spendenzweck und dahin fließt dann das Geld. Dadurch dass kaioo also nicht auf möglichst viel Gewinn setzt, ist von vornherein schon mal eine viel größere Vertrauensbasis da als woanders. Während das StudiVZ in dieser Hinsicht vermutlich schon im negativen Bereich ist, man von Xing weder Positives, noch Negatives in diesem Bereich hört, dürfte kaioo hier gut punkten können.

Noch dazu bauen sie an weiteren spannenden Funktionen, wie zum Beispiel der Matching-Funktion. Aktuell ist allerdings nur eine Beta-Version online, wo noch längst nicht alles funktioniert. Aber ich bin sicher, dass das ein Erfolgsprojekt wird. Im StudiVZ gibt es bereits zwei Gruppen zu kaioo.

Weitere Infos gibt’s in meinem Erstblog unter dem Titel kaioo: Soziales Social Network.

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Domino Day 2007: Kein Rekord!?

17. November 2007 um 01:49 Uhr

Der beliebte Domino Day 2007 war gestern bzw. vorhin um 21 Uhr auf RTL zu sehen. Bisher gab es da wohl immer einen neuen Rekord. Nur diesmal nicht. Ist das nicht irgendwie auch ein neuer Rekord? ;-)

Immerhin sind beim diesjährigen Domino Day 3.671.465 Steine umgekippt worden (81,59 % der aufgestellten 4,4 Millionen Steine). Der Weltrekord liegt bei 4.079.381 umgefallenen Domino-Steinen.

Aber dafür gibt’s ja jetzt den neuen Rekord, erstmals keinen Rekord aufgestellt zu haben. Die Show läuft seit 1998 bis auf das Jahr 2003 jährlich und erfreut sich großer Beliebtheit.

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Ich will Spaß, ich geb Gas: Markus (NDW)

16. November 2007 um 02:44 Uhr

Ich will Spaß, ich geb Gas. Anfang der 80er Jahre, genauer 1982, traf “Markus” mit seinem Song Ich will Spaß genau den musikalischen Nerv in Deutschland. Sein NDW-Lied steht auch heute noch oft geradezu symbolhaft für die Neue Deutsche Welle. So ist unter www.ichwillspass.de auch eine NDW-Website zu finden.

Markus selbst ist unter markus.tv zu finden und macht seit 2006 Musik unter dem Namen “Markus M”.

Und wer nun etwas Spaß will, dem empfehle ich das Musik-Video zum Song “Ich will Spaß”. Alleine schon der Tanzstil ist einen Blick wert.



Dieter Bohlen spricht Kunst

12. November 2007 um 22:35 Uhr

Klingt komisch, ist aber so. Denn:

Wer hätte gedacht, dass Bohlens beleidigende Ausfälle und gekonnt auswendig gelernten Sprüche noch einmal als “Kunst” bezeichnet werden? Doch so ist es nun schwarz auf weiß per Gerichtsurteil festgesetzt. Das Kölner Sozialgericht hat jetzt entschieden, dass Bohlens Wortbeiträge bei DSDS als “Kunst” zu bewerten sind.

Quelle: TV-Blogger

Bei der Musik war man sich ja schon nicht einig und jetzt auch noch die “Wortbeiträge”. Euphemistischer kann man das gar nicht beschreiben, was Dieter Bohlen da tut.



“Wetten, dass…?” in Leipzig

10. November 2007 um 15:17 Uhr

Die beliebte Samstag-Abend-Show “Wetten, dass…?” findet heute Abend in Leipzig statt. Im ZDF natürlich auch. Ob inzwischen die Wetten oder die Promis wichtiger sind, weiß man nicht so genau. Vielleicht ist die Show auch für viele ohnehin mehr Ritual als wirkliche Lust auf die Sendung.

Ich hab jedenfalls schon sehr lange kein “Wetten, dass…?” mehr gesehen. Dafür um so öfter Parodien auf Thomas Gottschalk als Gastgeber dieser Sendung. Neben kleineren Marotten, dem Nachmachen seiner Stimme und Sprechart, sowie natürlich einer ausgefallenen Frisur bzw. Perücke gehört dazu dann auch immer der besonders fürsorgliche Umgang mit den weiblichen Gästen.

Apropos Gäste. Die Promis, die diesmal als Wettpaten dabei sind, sind Boris Becker, Celine Dion, Alice Schwarzer, Martina Gedeck und Heino Ferch. Bei den Wetten geht es um rohe Eier, saufen und Wegfindung. Aus Stuttgart ist auch jemand dabei.

20:15 Uhr, ZDF. Da gibt’s von Thomas Gottschalk mal wieder das Original zu sehen. Wäre eigentlich an der Zeit, mal Parodien und Original genauer zu vergleichen. Aber ich hab schon was vor.

Wie wär’s, wenn ihr das übernehmt? Heute Abend das Original und hier zum Vergleich eine Parodie (Switch, Pro 7):

Und weil’s so schön ist, hab ich hier noch ein tolles Thomas-Gottschalk-Fundstück. Schon etwas älter, aber hier ist das Original (erste 45 Sekunden) mindestens ebenso witzig wie die Verarschung von Oliver Kalkofe (zweite 45 Sekunden).

Nun bin ich gespannt auf eure Analyse. :-)

Mehr zur Sendung beim TV-Blogger.



Von Löwen und Lämmern (Kino-Film)

9. November 2007 um 23:45 Uhr

Von Löwen und Lämmern: Tom CruiseIch wurde ja extra eingeladen, um über diesen Film zu schreiben. Ehrlich gesagt, bin ich eigentlich froh, kein Geld ausgegeben zu haben. Der Film hat zwar einen interessanten Inhalt, ist aber ziemlich langweilig gemacht. Nachdem ich den Trailer gesehen hatte, erwartete ich einen spannenden, packenden Film. Der Trailer sieht auch danach aus. Schnelle Schnitte, Action.

Doch kaum etwas davon entspricht dem Film, der 94 Minuten lang über die Leinwand flimmert. Viel zu groß ist die Erwartung, die der Trailer aufbaut. Vielleicht ist das der größte Fehler: dass der Trailer dem Zuschauer eine andere Erwartungshaltung mitgibt als sie der Film Von Löwen und Lämmern schließlich halten kann.

Doch beim Diskutieren im Anschluss zeigten sich dann die Stärken des Films. Er wirft viele Fragen auf. Sehr interessante Fragen. Es lohnt sich, über die Inhalte noch einmal zu diskutieren. Er beleuchtet eine Thematik (”Krieg gegen den Terror”) aus verschiedenen Perspektiven.

Von Löwen und Lämmern: Meryl StreepAus der Perspektive des Politikers, der mit einer neuen Kriegsstrategie ins Weiße Haus gespült werden möchte (was er natürlich dementiert). Aus der Perspektive von Soldaten, die sich freiwillig gemeldet haben, um etwas für ihr Land zu tun. Aus der Perspektive eines Studenten, der politisch interessiert, inzwischen aber politikverdrossen ist. Aus der Perspektive eines Politik-Professors, der selbst in Vietnam dabei war. Und nicht zuletzt aus der Perspektive einer Journalistin, die sich nach dem 11. September 2001 dazu hat hinreißen lassen, über den “Krieg gegen den Terror” inhaltlich sehr nah an der Propaganda der Regierung zu berichten.

All das ist sehr interessant und definitiv diskussionswürdig. Aber der Film selbst hat einfach seine Längen. Es gibt sehr wenig Spannung und das ist sehr schade, denn so werden die interessanten Fragen, die Von Löwen und Lämmern aufwirft, schlecht verkauft.

Von Löwen und Lämmern: Robert RedfordWobei das - wie bereits gesagt - vielleicht an der falschen Erwartungshaltung lag, die der Trailer in mir aufgebaut hat. Der Kino-Saal war auch alles andere als voll.

SPON und die Frankfurter Rundschau schreiben auch über den Film. In Berlin gab es im Anschluss an die Premiere offenbar sogar eine Diskussionsrunde mit Robert Redford, dem Regisseur des Films, und Joschka Fischer.

Hätte ich die Artikel vorher gelesen, wären meine Begleitung und ich wohl anders an den Film herangegangen. So hatten wir zwar eine interessante Diskussion im Anschluss, haben aber im Kino zwischendurch eher gegähnt.

Die Fotos sind Pressematerialien von dot-friends.

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Der Glücksbringer: Volltreffer! (Kino-Film)

7. November 2007 um 19:02 Uhr

Good Luck Chuck oder Der Glücksbringer? Das war die Frage, die am Anfang der Sneak am Montag anstand. Es kam quasi beides, denn Good Luck Chuck ist der englische Titel von Der Glücksbringer.

Zwei von uns waren schon gar nicht mitgekommen, weil sie diesen Film nicht sehen wollten. Ich kam wie immer ohne Vorahnung. Halt, nein, ich hab schon kurz geguckt, ob wieder auf einen Zombie-Film getippt wird. Dann wäre ich nicht gekommen, zumal es zeitlich sehr knapp war.

Das wäre sehr schade gewesen.

Insbesondere die erste Hälfte des Films haben wir uns halb totgelacht. Jessica Alba, Dane Cook und Dan Fogler spielen fantastische Rollen. Es war eine Liebeskomödie, aber auch wenn das abschreckend klingen mag, es war echt lustig.

Die Story beginnt so:

Alles beginnt, als Charlie Logan 10 Jahre als ist und die Regeln beim Flaschendrehen bricht, indem er sich weigert ein Mädchen zu küssen: Die Abgewiesene belegt ihn mit einem Fluch, der Charlie sein Leben lang nur Pech in der Liebe bringen soll.

Da ich wie immer ungerne groß was vom Inhalt verrate, endet das hier (der Trailer verrät wie immer viel zu viel). Aber als Vorgeschmack eignet sich ein genialer Satz (und es gibt in dem Film viele davon) bzw. Dialog aus dem Trailer:

Charly (resigniert): “Was ist Sex ohne Liebe?”
Sein Kumpel (ganz entgeistert, brüllt): “SEX!! Es ist immer noch… SEX!”

Aber es geht nicht nur um Sex, sondern auch viel um Liebe. Und ganz besonders ist es eine Komödie - zum Brüllen komisch.

Den Film würd ich nicht verpassen, startet morgen, also am 8.11. - wie übrigens auch Von Löwen und Lämmern.



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