Ich war mal wieder im Kino. Natürlich in der Sneak Preview. Schon in der Schlange hieß es, es würde ziemlich sicher “so ein Zombie-Film” kommen. Ich überlegte, ob es so eine gute Idee war, herzukommen. Horrorfilme sind schließlich etwas, das ich nicht freiwillig gucke. Aber ich war schon lange nicht mehr im Kino und in der Sneak. So blieb ich also.
Zombies waren’s dann nicht, aber Vampire. Der Horror-Film 30 Days of Night kam und er fing schon recht schnell mit detaillierten Blutszenen an – auch wenn’s anfangs nur Hunde waren. Ich sag gleich, dass das kein bisschen meinem Geschmack entspricht und ich auch sonst von Horror-Splatter-Zeugs nichts halte. Wer auf Blut und grausame Gewaltdarstellungen steht, wird in dem Film bestens bedient. An einer besonders makaberen Stelle hat das Kino-Publikum sogar geklatscht.
Grobe Handlung/Anfang: Die kleine Stadt Barrow in Alaska liegt jeden Winter 30 Tage lang in völliger Dunkelheit. Das ist schon so nicht besonders angenehm für Menschen. Wenn dann noch dazu Vampire die sonst total friedliche Stadt heimsuchen für die die Dunkelheit ein großer Vorteil ist, wird es erst recht ungemütlich. Die Einwohner sind zunächst total hilflos.
Mittelteil (Spoiler!): Natürlich gibt es einen Helden, der gegen die Vampire kämpft und eine Gruppe von Leuten um sich hat. Die Gruppe dezimiert sich jedoch nach und nach. Die Vampire sind eben nicht ohne. Nicht zu vergessen auch, dass die von Vampiren gebissenen Menschen ebenfalls zu Vampiren werden. Keine angenehme Situation seinen Nachbarn, Freunden oder gar Kindern aus der Umgebung plötzlich als Todfeind gegenüberzustehen.
Ende (halber Spoiler!): Das Ende ist – wie soll man sagen? – eine Art vergiftetes Happy End, jedenfalls kein reines Happy End. Mal ganz abgesehen davon, dass bis dahin eh fast die ganze Stadt ausgelöscht ist. Aber es ist halt ein Horror-Film.
Filmkritik: Meine Art von Film ist es eh nicht. Horrorfilme sind nicht meine Welt. Die expliziten Gewalt- und Blut-Szenen widern mich an. Aber spannend war der Film definitiv. Ich hab gezuckt wie blöd. Aber ich find’s schon etwas bescheuert, wenn ein Mensch, der in dem Film eigentlich keine übernatürlichen Kräfte haben sollte, eine Kiste Sprengstoff direkt vor seinen Füßen stehen hat, ein Streichholz reinwirft, damit ein ganzes Gebäude in die Luft sprengt, in der nächsten Szene jedoch erstmal wieder völlig lebendig vor ner Horde Vampire steht.
Wer auf solche Filme steht, der sollte reingehen. Alle mit schwachen Nerven oder die kein Blut sehen können, sollten jedenfalls die Hände immer griffbereit haben, um den Augen die Sicht zu erschweren.
Kinostart: Start des Kinofilms 30 Days of Night ist in Deutschland am 8. November 2007. Trailer in verschiedenen Größen gibt es bei Moviemaze. Die Trailer sind auf deutsch und auf englisch zum Download verfügbar (MOV-Format und iPod).
Sonstiges: Die Hauptrollen spielen Josh Hartnett und Melissa George. Die Handlung basiert auf Comics von Steve Niles und Ben Templesmith. Die Film-Rechte wurden für eine Million US-Dollar verkauft. Die Produktionskosten liegen geschätzt bei etwa 50 Millionen Dollar. Aber wer die Comics mag, muss den Film trotzdem nicht mögen.
Quellen: Wikipedia, mein Kino-Besuch im Metropol in Stuttgart