Barfuß bis zum Hals (Kino-Film) auf Sat 1

Dienstag, den 15. September 2009

Es ist schon eine ganze Weile her, da kam in der Sneak “Barfuß bis zum Hals”. Nicht nur der Film hat uns damals gut gefallen, sondern auch dass wir im Anschluss noch mit dem Regisseur und noch jemandem vom Film-Team diskutieren konnten.

Der Film war noch nicht ganz fertig. Manche Szenen sollten vielleicht noch rausfliegen usw. Und so fragte man uns nach Feedback. Wir füllten einen Fragebogen aus und konnten zusätzlich eben mit dem Regisseur über die FKK-Komödie diskutieren.

Der Film dreht sich zwar um das Thema FKK – aber ohne jetzt permanent nur Nackte zu zeigen. Jedenfalls wird nicht auf die intimen Stellen fokussiert, sondern auf die kulturellen Aspekte die dahinterliegen und wie tolerant eigentlich die FKK-ler sind, wenn einer von ihnen lieber angezogen durch die Welt läuft.
Um das Ganze auf die Spitze zu treiben, werden die DDR-FKK-ler dann noch mit einem CSU-Bayern konfrontiert.

Wir hatten uns fest vorgenommen, “Barfuß bis zum Hals” nochmal im Kino anzusehen, wenn er dann anläuft. Alleine schon, um zu gucken, was sich im Vergleich zu unserer Vorab-Version verändert hat. Es hieß, der Kino-Start wäre wohl so im Mai/Juni – oder vielleicht gar nicht. Wenn ich nichts verpasst habe, lief er nun gar nicht im Kino.

Aber Sat 1 zeigt ihn heute Abend um 20:15 Uhr wie ich eben auf SPON gelesen habe. Viel Spaß!

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Oben (Kino-Film)

Mittwoch, den 26. August 2009

Oben. Da war ich am Montag. Im Kino. Im oberen Kino-Saal, Kino 2. Dort oben sollte den diesmal todsicheren Sneak-Tipps nach “Oben” laufen. Doch “Oben” kam unten.

Der Reihe nach: Ich war am Montag wieder in der Sneak, eine Doppel-Sneak, also mit zwei verschiedenen Filmen, die gleichzeitig in zwei verschiedenen Kino-Sälen laufen. Die Tipps von letzter Woche waren so eindeutig, dass man de facto wusste, dass in Kino 1 ein “historisches Drama im Original” läuft und in Kino 2 eben “Oben” – ein computer-animierter Pixar-Film.

Nachdem wir eh schon ewig auf die beiden Sneak-Menschen warteten und die dann wie üblich herumalberten, die Film-Bewertung von letzter Woche (unterirdisch schlecht) vorlasen und auch die Tipps für heute kam dann ganz am Ende sowas wie “Ach ja, wir haben die Filme getauscht. Aus technischen Gründen müssen wir den Film, der hier laufen sollte, im anderen Kino zeigen.” Großes Gegrummel im Kino-Saal. “Aber ihr könnt auch rübergehen, drüben sind noch Plätze frei.

Etwa das halbe Kino steht auf und geht rüber. In Reihe 3 fanden wir dann Platz und hatten zwar den bei Pixar üblichen Vorfilm (“Teilweise wolkig“) verpasst, konnten uns danach aber köstlich amüsieren. Schon am Anfang ist der Film sehr lustig, wird dann erstmal kurz traurig, bietet dann aber noch weit über eine Stunde großes Pixar-Kino – lustig wie man es von Pixar gewohnt ist.

Wenn ich mich zwischen dem Jungen, dem Alten, den Hunden und dem Vogel entscheiden muss, entscheide ich mich glaub ich für den Vogel. Was für Ganzkörpergrimassen der drauf hat. Herrlich! :-)

Kino-Start in Deutschland: 17. September 2009
Altersfreigabe: ab 0 Jahren
Film-Dauer: 98 min
Genre: Animation/Komödie
Original-Titel (USA): Up
Mehr: Wikipedia

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Dance Flick – der allerletzte Tanzfilm (Kino)

Donnerstag, den 20. August 2009

Irgendwie hängt mein Film-Blogging gerade etwas. Könnte daran liegen. Aber was eignet sich besser, um wieder einzusteigen als ein richtig schlechter Kino-Film?

Ich war also am Montag wie so oft im Kino in der Sneak. Die Sneak-Prognose hatte es schon sehr, sehr nahegelegt – es kam: Dance Flick – der allerletzte Tanzfilm. Eine Persiflage – auf gut deutsch: eine Verarschung oder auch Parodie. Nun hab ich prinzipiell nichts gegen Parodien. Ich mag Leslie Nielsen, ich mag Austin Powers – aber das hier!

In den ersten Minuten haben wir noch ein paar Mal laut losgelacht. Waren schon ein paar sehr skurille Szenen dabei. Aber die “Gag”-Dichte wurde unerträglich und das Niveau noch viel mehr. Zumal so viele der Gags einfach nur um des Gags willen gemacht wurden und überhaupt nicht in den restlichen Film passten.

Bei so vielen Schüssen ist klar, dass man auch mal nen Treffer landet. Es waren schon auch gute Gags dabei und unterm Strich haben wir uns irgendwie auch ein bisschen amüsiert. Aber eine Qual war’s auch – mitanzusehen wie sehr schlechte Schauspieler, vollkommen willkürlich zusammengewürfelte Gags simulieren und dabei noch die eine oder andere Referenz zu anderen Filmen einbauen. Je weniger die Referenz zum Film passte, desto besser offenbar.

Sowohl Twilight als auch Black Snake Moan waren dabei. Viele andere Filme habe ich sicher einfach nicht erkannt. Empfehlenswert war der Film definitiv nicht. Aber ein bisschen besser als ein Horrorfilm war’s dann doch. ;-)

Hab aber mehr den Kopf geschüttelt als gelacht. War eigentlich mehr als nur der allerletzte Tanzfilm – war auch generell die allerletzte Komödie.

Kino-Start in Deutschland: 3. September 2009
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Film-Dauer: 83 min
Genre: Komödie

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Hangover (Kino-Film) – Komödie

Montag, den 13. Juli 2009

Der Gang ins Kino hat sich heute gelohnt. Die Sneak war endlich mal wieder richtig toll. Wobei meine Nebensitzerin meinte, der Film war zwar echt lustig, aber auch kein großes Highlight.
Wir philosophierten dann darüber, ob wir von guten Filmen schon so entwöhnt sind, dass wir einen mittelmäßigen Film echt gut finden. Aber nein, ich fand ihn wirklich gut. Am Ende hatte ich fast Kopfschmerzen vor lachen. Es kam Hangover.

Stell dir vor, dein bester Kumpel heiratet demnächst und ihr fahrt deshalb zum Junggesellenabschied nach Las Vegas. Am nächsten Morgen wachst du auf und neben vielen anderen Dingen, die komisch sind (du siehst beim Aufwachen im Hotelzimmer als erstes ein lebendiges Huhn) ist dein Kumpel verschwunden. Genau wie du haben auch die anderen beiden mitgereisten Freunde einen Kater (englisch: Hangover) und können sich an nichts erinnern.

Wie dann die Geschichte des Films nach und nach aufgerollt wird und in welche kuriosen Situationen das Trio dann noch so gerät, ist einfach köstlich. Die Freunde haben auch so ihre besonderen Eigenarten, die bei manchen im Suff noch extremer werden – und sich bei anderen ins Gegenteil verkehren. Und sowas ähnliches wie ein Kater wartet ohnehin im Badezimmer des Hotelzimmers.

Auf jeden Fall eine lohnenswerte Komödie. Heute bin ich echt mal wieder gern ins Kino gegangen, denn der Film hat sich wirklich gelohnt. Ich kann ihn euch echt empfehlen. Und der Abspann erst… :-)

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Pink (Film) – Langeweile im Kino

Montag, den 6. Juli 2009

Pink. Das ist schon der ganze Titel des Films heute in der Sneak. Und auch die ganze Handlung. Es passiert letztlich einfach gar nichts. Man sitzt im Kino-Sessel und wartet. Und wartet. Und erträgt. Und nichts passiert. Außer man hat’s vorhergesehen.

Da der Film eh nicht zu empfehlen ist, gibt’s hier jetzt ne dicke Spoiler-Warnung und ich erzähle ohne Rücksicht auf Verluste. Pink ist der Name der Hauptdarstellerin (gespielt von Hannah Herzsprung). Die liebt drei Männer und diese drei Männer lieben sie auch – und eigentlich lieben sie noch viel mehr Männer, denn sie ist Schriftstellerin oder Dichterin und wird angehimmelt ohne Ende.

Nach einer Lesung holt sie diese drei Männer zu sich und sagt, Gott habe zu ihr gesprochen, sie könne so nicht weitermachen, sie müsse sich für einen von ihnen entscheiden – und ihn heiraten. Und was macht eine junge Frau in dieser Situation in diesem Film? Natürlich, eine Liste mit wichtigen Faktoren bei einem Mann – und dann vergibt sie an alle drei Männer Punkte.

Den mit den meisten Punkten heiratet sie dann – sofort. Nach drei Monaten (von denen man fast nichts zu sehen bekommt, während sonst jede Szene im Film endlos lange gezeigt wird) fühlt sie sich zu sehr alleine – und trennt sich von ihm. Daraufhin erhängt er sich. Sie geht zu einer Psychologin, beginnt eine kleine Affäre mit ihr, sehnt sich aber doch nach nem Mann und heiratet Nr. 2 (der hatte schließlich die zweitmeisten Punkte). Irgendwie war Nr. 2 auch mal drei Jahre mit der Psychologin zusammen. Fragt mich nicht, wozu das gut war in dem Film.

Naja, Nr. 2 betrügt sie schließlich mit vier Prostiuierten gleichzeitig, was sie dank eines netten Trippers erfährt, den er ihr von seiner “Dienstreise” mitbringt. Damit sie ihn nicht erschießt, zieht er aus – unter strenger Aufsicht von Pinks Pistole.

Sie lässt sich scheiden und fragt noch im Gerichtssaal, wann sie wieder heiraten kann. Sofort fährt sie zu Nr. 3, steigt mit ihm ins Bett und heiratet ihn (bei den anderen war’s immer umgekehrt). Dann wird sie schwanger. Als sie von der Leiter fällt, denken alle, jetzt passiert dem Kind was – aber nein, sie bricht sich nur den Arm und ist superglücklich.

Das Kind kommt. Es ist ein Junge. Es heißt Leonhard. Der Film ist vorbei. Gähn.

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Horrorfilme, Horrorfilme, Horrorfilme

Dienstag, den 23. Juni 2009

Mit diesem Titel lassen sich die letzten Sneak-Filme – mit einer Ausnahme – gut zusammenfassen. Ich geh ja gern ins Kino und stehe fast jeden Montag vor dem Metropol mit einer mehr oder weniger festen Gruppe. Aber eines kann ich nicht leiden: Horrorfilme.

Irgendwie haben die das wohl rausbekommen (vielleicht weil ich da immer so zucke?!) und nun zeigen die einen Horrorfilm nach dem anderen. Laufen denn keine anderen Kinofilme an? Kann ja wohl nicht sein, aber irgendwie kriegen sie die normalen Filme wohl nicht für die Sneak – oder wollen sie nicht? Wollen sie ein ganzes Kino quälen?

Selbst diejenigen in der Runde die Horrorfilme gerne gucken, fanden sie meist lahm. Für sie ist der Gähnfaktor zu hoch. Ich bin über den hohen Gähnfaktor bei Horrorfilmen ja immer einigermaßen froh, damit mir nicht tatsächlich das Herz stehenbleibt. Aber im Grunde genommen ist es Zeitverschwendung für mich, wenn ein Horror-Film kommt. Eigentlich eher eine Qual. Mal ganz abgesehen von Geldverschwendung.

Heute kam der Film Das Haus der Dämonen, letztens kamen Drag me to hell und Der Fluch der zwei Schwestern. Und ich hab bestimmt noch einen Horrorfilm verdrängt.

Wenn’s nicht schon so ein festes Ritual seit bald drei Jahren wäre, würde ich wohl nicht mehr hingehen. So geb ich dem Kino mal noch ne Chance – aber nicht ohne eine Beschwerde-Mail zu schreiben.

Immerhin weiß ich schon neben wem ich nächstes Mal sitze, wenn wieder ein Horrorfilm kommt – wir beide zucken dann nämlich immer schön synchron. Und prompt sind auch die anderen unterhalten… ;-)

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Rachels Hochzeit (Kino-Film)

Dienstag, den 31. März 2009

Montag war bei mir wieder Kino-Tag. In der Sneak kam diesmal ein ungewöhnlicher Film: Rachels Hochzeit – im englischen Original: Rachel getting married. Der Film ist ein Familiendrama mit wackeliger Kameraführung, die durchaus zu leichten Kopfschmerzen führen kann. Allerdings schafft der Regisseur Jonathan Demme durch die Handkamera ein bisschen eine Atmosphäre wie in einer Doku.

Der Film ist sehr emotional und man kann gut mit den einzelnen Charakteren und ihren Aktionen und vor allem Reaktionen mitfühlen. Allerdings fehlt ein bisschen ein roter Faden, ein Handlungsstrang, der den Film von A nach B bringt. Es baut sich kein wirklicher Spannungsbogen auf. Man erwartet zwar lange Zeit, dass jetzt etwas Großes passiert, aber es kommt nichts.

Es wird einfach der (schwierige) Familienalltag rund um Rachels Hochzeit dargestellt. Und das gut, wie ich finde. Meine Nebensitzerin zur Linken sah das ähnlich. Auch die Filmmusik – vor allem die Trommeln und so – haben uns gut gefallen. Den beiden Nebensitzern zur Rechten gefiel der Film allerdings gar nicht. Bei den anderen hab ich’s nicht mitbekommen.

Kino-Start in Deutschland ist am 2. April 2009, der Film dauert 116 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Ob ich ihn letztlich empfehlen würde, ist schwer zu sagen. Ich bin kein Drama-Fan, aber gut gemacht war der Film schon. Allerdings dröhnt mir von der Kameraführung auch zwei Stunden später noch der Schädel.

Was ihr jetzt mit dieser Filmkritik anfangt, bleibt euch überlassen… :-) Ihr könnt euch ja bei Bedarf mal den Kino-Trailer zum Film ansehen.

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Milk (Kino-Film)

Sonntag, den 22. März 2009

Ich hab die Tage ganz ohne Sneak den Film Milk im Kino gesehen. Da der Film in keinem Kino in Stuttgart vor 22 Uhr lief, sind wir extra nach Esslingen gefahren, um den Film dort zu sehen. Ich weiß gerade nicht mehr wie das Kino hieß, aber der Kino-Saal hieß Charlie und war ziemlich klein. Irgendwie scheint kein großes Interesse (mehr?) an dem Film Milk zu bestehen. Er läuft in Deutschland seit dem 19. Februar 2009 und hat zwei Oscars bekommen und war für sieben weitere nominiert.

Der Film Milk ist die Verfilmung des (politischen) Lebens von Harvey Milk, der als erster bekennender Schwuler in ein öffentliches Amt in Kalifornien gewählt wurde – nämlich in den Stadtrat von San Francisco.

Der Film und auch sein Hauptdarsteller (Sean Penn) haben mir gut gefallen. Ich kann auch die dahinterliegende Botschaft voll und ganz unterstützen. Man bekommt einen Einblick wie schwer es für Schwule damals war und denkt hoffentlich auch daran wie schwer es auch heute teilweise noch ist. Man bekommt auch einen Einblick in die Politik und wie viel Zeit und Energie dort überwiegend ehrenamtlich reinfließt, so dass auch hier manche vielleicht mal mehr nachdenken, bevor sie pauschal alle Politiker verunglimpfen.

Mit 127 Minuten hat der Film eine Überlänge und ehrlich gesagt merkt man die auch. Nicht dass ich gegen Ende dagegessen hätte und mich gefragt hätte “Wann endet der Film endlich?” – nein, ganz und gar nicht. Aber in der Mitte ging es doch eine Weile etwas schleppend voran. Aber vielleicht muss das so sein, denn es war ja nun auch kein einfacher und kein schneller Weg, das Normalsein von Homosexualität in das Bewusstsein der Menschen und in die Gesetze zu bringen.

Insgesamt ging es mir ähnlich wie Judith: Die Erwartungen an den Film waren größer als das, was nachher auf der Kino-Leinwand zu sehen war. Nichtsdestotrotz ein guter Film und die Botschaft sowieso unterstützenswert.

Ganz wichtig finde ich aber auch, dass bei diesem Thema nicht nur an die Schwulen gedacht wird, sondern auch an die Lesben. Irgendwie sind es nach wie vor meist Männer um die es beim Thema Homosexualität geht.

Quelle für die Fakten zum Film: Wikipedia-Eintrag Milk (Film).

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John Rabe (Kino-Film)

Mittwoch, den 18. März 2009

Ich war in fast jeder Sneak dieses Jahr – und gebloggt habe ich über keine. Aber jetzt geht’s wieder los. Der Kino-Film letzten Montag hat mir so gut gefallen, der muss öffentlich gelobt werden: John Rabe.

Der Film spielt 1937 in der damaligen Hauptstadt von China, Nangking. John Rabe ist als Deutscher seit fast 30 Jahren in China und hat für Siemens dort einen Standort aufgebaut. Seine Zeit in China geht allerdings nun zu Ende und er soll nach Berlin zurückkehren. Kurz vor der geplanten Heimkehr nach Deutschland greifen die mit Nazi-Deutschland verbündeten Japaner China und auch Nangking an.

Mehr will ich nicht verraten. Auf jeden Fall ist der Film spannend und auch emotional mitreißend. Sowohl im Positiven wie auch im Negativen. Ein paar Schocker gibt’s auch. Definitiv kein Heile-Welt-Film. Kein Wunder: Er beruht auf einer wahren Begebenheit. John Rabe hat es wirklich gegeben, aber seine Geschichte kennt man erst seit 1996 seine Tagebücher veröffentlicht wurden.

Manche beschweren sich, dass sich hier ein deutscher Film schon wieder der Nazi-Zeit widmet und das wäre doch alles nur Vergangenheitsbewältigung. Dabei sind die Nazis hier eher der internationale Rahmen. Im Mittelpunkt steht das Geschehen in Asien, zwischen China und Japan – und vor allem die Leute vor Ort in Nangking. Deutsche, Chinesen, Japaner und andere.

Kino-Start ist am 2. April 2009. Mehr Infos bei Wikipedia unter John Rabe (Film) und unter John Rabe, sowie natürlich auf johnrabe.de – der offiziellen Website des Films. Gespoilert werdet ihr allerdings auf allen diesen Seiten.

Die Hauptrolle in dem Film spielt Ulrich Tukur – und zwar wirklich gut und absolut glaubwürdig. Außerdem spielen mit Daniel Brühl, Anne Consigny, Dagmar Manzel, Zhang Jingchu und Steve Buscemi.

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Death Race (Kino-Film)

Mittwoch, den 26. November 2008

Am Montag in der Sneak fiel zunächst mal das Bild aus, während noch die Trailer liefen. Dann fiel auch der Ton aus. Nach ner Weile ging ein bisschen Licht an und es kam jemand, um sich für den Fehler zu entschuldigen. Es wird dran gearbeitet. Etwas später ging noch mehr Licht an. Irgendwann ging’s wieder – und es kam der Trailer zu “The Fast and the Furious 4″. Schon mal gar nicht so weit weg von dem Film, der danach kam…

Es kam nämlich Death Race. Dort fahren Gefängnis-Insassen gegeneinander tödliche Rennen. Wer fünf Mal gewinnt, kommt frei. Macht aber keiner. Die sterben alle vorher. Die fahren nämlich nicht nur, die schießen auch und haben Napalm und sonst was alles. Und jetzt erzähl ich euch die dröge Handlung…

Gleich in den ersten Sekunden des Films wird auf der Kino-Leinwand in Textform die Rahmenhandlung eingeblendet: Der Film spielt im Jahr 2012, die amerikanische Wirtschaft ist zusammengebrochen (nicht wenige wunderten sich: “2012 erst?!”), Arbeitslosigkeit und Krimininalität steigen dramatisch und die Gefängnisse sind daher privatisiert.

Ein besonderer Knast ist Terminal Island. Dort finden oben schon beschriebene Autorennen statt und werden online unter dem Namen Death Race vermarktet. Man kann den Zugang zu den über 100 Kameras im Livestream für jeden einzelnen Renntag für 99 $ buchen oder gleich alle drei für 250 $. So macht das Gefängnis jede Menge Kohle…

Langer Spoiler! Jensen Ames – gespielt von Jason Statham – bekommt den Mord an seiner Ehefrau untergeschoben und landet natürlich auf Terminal Island. Natürlich nicht nur, weil sonst keine Verknüpfung zwischen Vorspann und Haupt-Plot besteht, sondern auch, weil das alles geplant war. Seine Frau wurde nur umgebracht, um ihn in dieses Gefängnis zu kriegen und an dem Rennen teilnehmen zu lassen.

Der bisherige Favorit “Frankenstein” (alias Frank) ist nämlich kurz nach seinem vierten Sieg an seinen Verletzungen gestorben. Nun bringt die Aussicht auf den fünften Sieg ja aber eine deutlich größere Spannung mit rein und steigert damit die Zuschauerzahlen. Also muss Frankenstein weiter fahren. Wie praktisch, dass er eh immer eine Maske trug, weil sein Gesicht durch Verletzungen stark entstellt war – diese Maske soll nun Jensen Ames tragen und so für Rekord-Einschaltquoten sorgen.

Er müsste auch nur einmal gewinnen, da Frankenstein ja schon vier Mal hinter sich hat. Gewinnen soll er aber natürlich nicht. Er soll nur für Spannung und damit für hohe Einnahmen sorgen. Der Kopf hinter diesem ganzen modernen Gladiatorentum ist die Gefängnisdirektorin (Joan Allen). Fliehen von der Insel ist natürlich unmöglich. Und einer der Mitfahrer ist der Kerl, der tatsächlich Jensen Ames’ Frau umgebracht hat.

Und so fährt er natürlich tolle Rennen, zieht so gut wie alle anderen Fahrer aus dem Verkehr (natürlich immer tödlich) und killt mit besonderem Genuss den Mörder seiner Frau. Dann verbündet er sich mit seinem letzten Rivalen in dem Rennen, flieht zusammen mit ihm und sprengt noch die Gefängnisdirektorin in die Luft.

Ach ja, vergessen habe ich noch, dass die Fahrer alle Beifahrerinnen haben, die aus nem Frauengefängnis stammen, aber eher nach Model-Agentur aussehen. Fahren können sie trotzdem wie Sau – zumindest die unseres Hauptdarstellers Jason Statham. Am Ende lebt er mit ihr, seiner kleinen Tochter und seinem Ex-Rivalen in Mexiko und betreibt ne Autowerkstatt. Platter ging’s dann wohl nicht mehr. Spoiler-Ende!

Ja, der Film hat viel Action. Aber ich fand ihn trotzdem ziemlich langweilig. Zumal ich lange auch die Autos der ganzen Kontrahenten da kaum auseinanderhalten konnte. Ich hab noch keinen männlichen Zuschauer getroffen, der den Film gut fand. Bei den Frauen sah es offenbar anders aus. Das kann aber eigentlich nur an den immer wieder mal zu sehenden nackten Männeroberkörpern gelegen haben. Ja, Jason Statham ist toll. Aber das reicht doch nicht!?

Hier noch der Trailer – aber nur für die, denen es nichts ausmacht, die ganze Handlung schon vor dem Gang ins Kino zu wissen:

Wie ich bei filmstarts.de lese, ist der Film ein Remake von Death Race 2000 aus dem Jahr 1974. Allerdings orientiert er sich nur sehr grob an diesem alten Film. Weiter schreibt man in der Filmkritik bei filmstarts.de:

“Death Race” ist ein sinnfreier, primitiver No Brainer, der ungemein sexy aussieht und mit spektakulären Stunts aufwartet – andererseits aber auch so ziemlich jedes B-Movie-Klischee erfüllt.

Kinostart in Deutschland ist am 27. November 2008. Regie und Drehbuch sind von Paul W.S. Anderson, der den Film auch mitproduziert hat. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben – aber Achtung: laut filmstarts.de besteht für Death Race an der Kino-Kasse “Gehirnabgabepflicht”.

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