The Fighters (Kino-Film)
Mittwoch, den 13. August 2008In der Sneak lief dieses Mal The Fighters. Ein schlechter Film. Dünne Story, dünne Charaktere, vorhersehbare Handlung (meine Nebensitzerin sagte mir tatsächlich das Ende komplett voraus) und haufenweise Prügeleien.
Jake Tyler (Sean Faris) – von Mr. Sneak als junger Tom Cruise angekündigt – wird extrem schnell wütend, wenn er auf seinen Vater angesprochen wird. Vor allem, wenn es um die Umstände seines Todes geht. Dann rastet er aus und prügelt sich. Das sehen wir schon in einer der ersten Szenen.
Jetzt folgen Spoiler, aber ich würd eh niemandem empfehlen in den Film zu gehen. Ein Umzug in eine andere Stadt bringt Jake die Chance auf einen Neuanfang. Sein Ruf eilt ihm aber bereits voraus, weil ein Video von einer Prügelei bei einem Football-Spiel im Internet kursiert und extrem beliebt ist. So gerät er auch hier sehr schnell in die hiesige Fighter-Szene. Insbesondere weil es zwischen ihm und der Freundin des bisherigen Top-Fighters knistert. Alles läuft auf einen Machtkampf zwischen ihnen beiden hinaus – ausgetragen durch Kämpfe fast ohne Regeln.
Alle Kämpfe landen natürlich immer sofort auf YouTube und jeder sieht sie sich an. Bei einer Schlägerei an einer Straßen-Kreuzung wird natürlich gleich mitgefilmt und am nächsten Tag kennt die ganze Schule das Video. Sie gucken die Videos bevorzugt auf ihren Handys. Auch Livestreaming vom Handy und aufs Handy sind völlig normal. Und jeder scheint ausnahmslos begeistert von der Gewalt.
Ich war danach noch was trinken, während der Film im Kino in der zweiten Sneak nochmal lief. Auf dem Weg nach Hause hörte ich hinter mir eine Gruppe reden, die sich diesen Kampf-Film gerade angesehen hatte. Ein Mädel meinte: “Ich hätte jetzt auch richtig Bock zu kämpfen…”
Der Film hat keinen Tiefgang und stellt die Gewalt dieser Kämpfe auch nur in ganz homöopathischen Dosen mal in Frage – um sie dann am Ende doch für notwendig zu erklären. Diese Filmkritik teilt offenbar auch moviemaze:
The Fighters greift diese Motive auf, stellt sie aber, wenn überhaupt, nur am Rande in Frage. Nach dem Film bleibt ein großes Fragezeichen, ob den Sinns und der Intention, da die innerliche Wandlung des Protagonisten ohne echtes geistiges Fundament auskommen muss.
Nichtsdestotrotz gibt es bei ihnen den Trailer des Films zu sehen. Kinostart in Deutschland ist morgen am 14. August 2008. Freigegeben ist er ab 16 Jahren, dauert 110 Minuten und heißt im Original Never back down. Ach ja, und er ist nicht zu empfehlen.
