Filme der letzten Wochen

Samstag, den 13. März 2010

Ich war in den letzten Wochen jeden Montag im Kino und habe auch dazwischen noch einige Filme gesehen. Nur gebloggt habe ich darüber kaum. Und das ist nicht gut so.

Nun will ich die angesehenen Filme aber wenigstens mal aufzählen. Gesehen habe ich zum Beispiel:

  • Auftrag Rache (Kino/Sneak)
  • Everybody’s fine (Kino/Sneak)
  • Burn After Reading
  • Hangover (zum zweiten Mal)
  • Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen
  • Little Miss Sunshine
  • V wie Vendetta
  • Keine halben Sachen

Hoffentlich habe ich keinen Film vergessen. Habt ihr die Filme gesehen? Vielleicht sogar im Kino? Wie fandet ihr sie?

Update: Hab inzwischen auch Keine halben Sachen gesehen. Eine sehr lustige Komödie.

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V wie Vendetta (Film)

Montag, den 22. Februar 2010

Gestern habe ich den Film V wie Vendetta gesehen. Ich wusste eigentlich gar nichts außer dem Filmtitel. Der kam mir irgendwo her bekannt vor.

Erwartet hatte ich aus dem Bauch heraus irgendwie etwas Richtung Actionkomödie. Aber gleich zu Beginn des Films wurde klar, dass es in eine ganz andere Richtung ging. Es begann irgendwann im Mittelalter, was mich erst etwas abschreckte, sprang dann aber doch recht schnell in eine neuere Zeit.

In den 2:07 Stunden, die der Film geht, hatte ich nicht nur viele tolle visuelle Effekte für meine Augen, sondern auch eine interessante Story mit viel Psychologie für den Kopf. Zwischendurch kamen wir manchmal nicht so ganz mit, aber das gab sich dann meist wieder.

V wie Vendetta ist jedenfalls definitiv ein Film mit Charakterköpfen, auch wenn man den einen Charakterkopf immer nur mit Maske sieht (dargestellt von Hugo Weaving). Der andere Charakterkopf – und damit die weibliche Hauptrolle des Films – wird von Natalie Portman dargestellt, die hier die zunächst eher unscheinbare Evey Hammond spielt.

Ein weiterer Charakterkopf ist Chief Inspector Finch, gespielt von Stephen Rea.

In dem Film V wie Vendetta geht es um Macht, Rache, Verschwörungen und einen faschistischen Staat, der dabei ist, den Faschismus immer weiter auszubauen.

Der Film war inspirierend, hat Spaß gemacht und auch zum Nachdenken angeregt. Er ist eher nicht so gut geeignet für einen kurzen Film vorm Schlafgehen, denn dazu ist er mit 127 min zu lang und vom Inhalt her zu anspruchsvoll.

Ansonsten kann ich V wie Vendetta aber echt empfehlen. Ein Zufallsgriff von mir und gleichzeitig ein Volltreffer.

Produziert wurde der Film in den USA, Großbritannien und Deutschland. Er ist wegen einiger etwas harter Gewaltszenen erst ab 16 Jahren freigegeben und hatte seinen Filmstart weltweit im März 2006. Der Film ist im Original auf englisch und trägt dort den Titel V for Vendetta. Die Dauer des Films ist mit 127 min, wie gesagt, recht lang.

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In meinem Himmel (Kino-Film)

Dienstag, den 16. Februar 2010

Offiziell ist es wohl ein Drama, aber mir kam’s vor wie eine Mischung aus einem LSD-Rausch, einem Horrorfilm, einer Teenie-Romanze und stellenweise auch einer Komödie. Die Rede ist von dem Film In meinem Himmel, den ich gestern bei der Sneak im Kino gesehen habe (ich weiß, ein paar Filmkritiken stehen noch aus).

Wirklich ein bisschen wild die Mischung. Teilweise ertrinkt der Film förmlich in bunten Bilderwelten, so dass man sich an Alice im Wunderland oder eben an einen LSD-Rausch erinnert (auch wenn ich den nie selbst erlebt habe). Meine Nebensitzerin und ich hatten da irgendwie immer genau die gleichen Assoziationen.

Andererseits gibt es Stellen in dem Film, wo man denkt, man sei in einer Komödie. Zugegeben, dieser Teil ist nicht besonders groß, wirkt aber im Vergleich zum Rest doch etwas verstörend. Wobei die bunten Bilder in dem Film auch verstörend wirken.

Vielleicht hat das damit zu tun, dass der Film teilweise in einer Welt zwischen Himmel und Erde spielt. Ein totes Mädchen, das noch nicht ganz tot ist, ist die Hauptfigur in dem Film.

Freunde von mir hatten teilweise vorher das Buch zum Film bzw. das Buch auf dem der Film basiert, gelesen – und fanden den Kino-Film grauenhaft. Im Buch spielt wohl die Familie und ihr Umgang damit, dass die Tochter tot ist, eine viel größere Rolle als im Film.

Einen kleinen Eindruck (auch von den bunten Bilderwelten) bekommt ihr durch den Trailer (deutsch). Für den Trailer würde ich ab 1:20 min aber eine Spoiler-Warnung geben. Ihr solltet da also aufhören zu gucken, wenn ihr euch den Film noch ansehen wollt ohne vorher zuviel von der Handlung zu wissen:

In meinem Himmel (Trailer – deutsch):

Fazit meiner Filmkritik: Ich kann den Film In meinem Himmel leider nicht empfehlen. Vielleicht ist er bekifft sehr lustig, aber nüchtern war er doch eher etwas verstörend als unterhaltend.

Die Wanderungen zwischen den Welten der Lebenden und der Toten erscheinen etwas willkürlich und werden auch nicht erklärt. Dazu dieser wilde Mix aus Komödie, Teenie-Romanze und Horrorfilm/Psycho-Thriller, obwohl es laut anderen Websites eher ein Drama sein soll. Wobei auch Fantasy mal erwähnt wird, was aber höchstens für die Welt der Toten ansatzweise passt.

Kinostart des Films in Deutschland ist am 18. Februar 2010, also übermorgen. Der englische Titel lautet The Lovely Bones. Der Film dauert 136 min und ist ab 12 Jahren freigegeben.

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Wer früher stirbt, ist länger tot (Film)

Sonntag, den 7. Februar 2010

Ich hab mir die Tage auf DVD den deutschen bayerischen Film Wer früher stirbt, ist länger tot für 5 EUR gekauft. sollte lustig sein, hieß es. Stand auch Komödie drauf. Und für 5 EUR kann man ja nicht viel falsch machen, dachte ich.

Ja, dachte ich. Ich fand den Film dann leider doch ziemlich gähnend langweilig und musste aufpassen, dass ich nicht einschlafe. Und der bayerische Dialekt war auch etwas anstrengend. Hab nicht immer alles so genau verstanden. Manchmal hätte ich doch die deutschen Untertitel gebraucht (ja, die gab es!).

Der Film wirkte zwischendrin auch gar nicht wirklich wie eine Komödie. Gut, ein paar Stellen waren tatsächlich lustig. Und die Lehrerin hat mir auch sehr gut gefallen (Jule Ronstedt). Aber das rettet den Film dann auch wieder nicht.

Weitere Schauspieler in dem Film sind übrigens: Markus Krojer (Hautprolle: Sebastian Schneider), Fritz Karl, Jule Ronstedt (wie gesagt als Lehrerin Veronika Dorstreiter), Jürgen Tonkel, Saskia Vester, Franz Xaver Brückner, Hans Schuler, Sepp Schauer, Pia Lautenbacher, Klausi Steinbacher, Heinz-Josef Braun und Tim Seyfi.

Schauspieler-Gastauftritte und/oder Cameos gibt’s von Robert Joseph Bartl, Gerd Baumann, Maximilian Brückner, Anuschka Herbst, Stefanie von Poser, Arnd Schimkat, Edeltraud Schubert und Konstantin Wecker.

Fazit meiner Filmkritik zu Wer früher stirbt, ist länger tot:

Leider find ich den Film für mein Alter irgendwie nichts. Für Kinder kann der durchaus geeignet sein, aber ich hab die 5 EUR für die DVD dann doch bereut. Der Film ist ab sechs Jahren freigegeben und dauert 105 lange Minuten. Nicht empfehlenswert.

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Schwerkraft (Kino-Film, Sneak)

Sonntag, den 24. Januar 2010

Letzte Woche lief in der Sneak-Preview im Metropol-Kino in Stuttgart der Film Schwerkraft. Der Film war definitiv anders als die meisten anderen Filme. Schon in den ersten Minuten wird man recht derb überrascht.

Als Schwerkraft dann jedoch vorbei ist, kommt das etwas plötzlich. Viele Fragen sind offen geblieben. Aber die Macher des Dramas haben das wohl genau so gewollt.

Zwischen Anfang und Ende des Films wird man gut unterhalten. Man fiebert mit, wird irritiert und stellt sich Fragen (oder auch mal dem Nebenmann im Kino-Sessel). Insbesondere Jürgen Vogel (hier als Vince) zeigt seine Qualitäten als Schauspieler.

So richtig gefallen hat mir Schwerkraft aber nicht. Dafür fehlte mir am Ende des Films was. Ich hätte gerne noch das eine oder andere erfahren. Ich bin eh kein Typ für offene Enden bei Filmen. Egal ob im Kino, in Fernseh-Filmen oder in Serien. Wobei das hier bei Schwerkraft ja nur halb offen war.

Kino-Start ist am 25. März 2010. Der Film dauert 100 Minuten und ist für Zuschauer ab 16 Jahren freigegeben.

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Gegen jeden Zweifel (Kino-Film/Sneak)

Sonntag, den 24. Januar 2010

Ich häng mit den Sneak-Berichten etwas hinterher, obwohl ich jede Woche im Kino war. Also, auf geht’s, ich muss aufholen.

Vor zwei Wochen lief im Metropol in der Sneak der Film Gegen jeden Zweifel. Der Film lief gut an und versprach recht spannend zu werden. War er auch – bis zum Schluss bzw. bis auf den Schluss.

Gegen Ende drohte sich der Film fast schon in eine Persiflage zu verwandeln. Und ganz am Ende kommt man vor lauter etwas willkürlichen Wendungen irgendwie gar nicht mehr so richtig mit.

Fazit des Kino-Besuchs: Mit einem anderen Ende (aus dem Kopf heraus wurde der Film schlecht als die junge Dame das menschenleere Parkhaus betrat) hätte aus dem Film wirklich was werden können. So verwirrt er im Grunde mehr, was leider schade ist, weil der Film mehr Potential gehabt hätte.

Kino-Start in Deutschland ist am 4. Februar 2010. Der Film dauert 109 Minuten, heißt im US-Original Beyond A Reasonable Doubt und ist ab 12 Jahren freigegeben.

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Avatar (Kinofilm) – Kino-Film-Erlebnis in 3D

Montag, den 11. Januar 2010

Ich war am Donnerstag im Kino und habe mir den Film Avatar angeguckt bzw. gesagt Avatar – Aufbruch nach Pandora (deutscher Filmtitel). Eine Freundin hatte gefragt, ob wir uns den zusammen ansehen wollen und so sind wir am Donnerstag dann ins Cinemaxx im Bosch-Areal in Stuttgart gegangen (gleich neben der Liederhalle).

Allgemeines zum Kino

An der Kasse waren wir dann ziemlich geschockt, dass die verbilligten Kino-Karten für Studenten stolze 8,50 EUR kosteten. Dafür bekamen wir dann immerhin eine 3D-Brille, die wir auch behalten durften.

Die 3D-Brille war nötig, weil wir Avatar als 3D-Kino-Film gesehen haben. Ich war vorher noch nie in einem 3D-Film und muss sagen, das war schon ziemlich beeindruckend. Auch ein Teil der Trailer lief in 3D und da war richtig was los. Da ich die 3D-Effekte aber noch nicht so gewohnt war, habe ich mich anfangs unwillkürlich immer geduckt, wenn was in unsere Richtung flog. :-)

Der Film: Avatar

Über den Film Avatar hatte ich in Blogs gelesen, dass die 2D-Seher ihn eher mies fanden und vor allem die lahme und simple Story des Films bemängelten. Diejenigen, die Avatar hingegen in 3D im Kino gesehen haben, hätten ihn toll gefunden und insbesondere die genialen Bilder gelobt. Das war eigentlich alles, was ich über den Film wusste. Ich hatte keinen Trailer gesehen, wusste nichts über den Soundtrack, gar nichts. Ich wusste nur, dass alle Welt über den Film spricht und dass es ihn in einer 3D-Version gibt – und den Namen: Avatar. Das klang nach Science Fiction.

Ich gehöre ja nun zur Gruppe derjenigen, die ihn in 3D gesehen habe und ich fand ihn toll. Auch an der Story habe ich nichts auszusetzen. Ich find sie sogar eher komplex. Gut, der ganz grobe Handlungsstrang ist Gut gegen Böse, aber das ist ja außer in Komödien eigentlich immer so. Aber dass da ein eigener Planet mit eigenen Regeln einem eigenen Volk mit eigener Kultur entwickelt wurde und das ganze Drumherum, das fand ich nicht lahm und simpel, sondern interessant.

Ich möchte jetzt gar nichts groß über den Film erzählen, um euch auch nicht aus Versehen was von der Handlung zu erzählen, obwohl ihr euch den Film noch ansehen wollt. Diesmal also keine Spoiler-Warnung. Uns hat er sehr gut gefallen und auch die extreme Überlänge haben wir gar nicht wirklich gemerkt. Als mitten im Film im Kino-Saal plötzlich das Licht anging und es eine Film-Pause gab (weiß gar nicht, wann ich sowas das letzte Mal erlebt habe), guckten wir verdutzt auf die Uhr und stellten fest, dass der Beginn des Films vor zwei Stunden war – wenn man Trailer und Kino-Werbung mitrechnet.

Insgesamt waren wir dann nach etwa 3,5 Stunden wieder aus dem Kino raus. Vermutlich hat die Kino-Karte für den Film auch wegen der Überlänge so viel gekostet (und der 3D-Brille), aber das hat mich dennoch etwas geschockt. Bin ja sonst eigentlich nur noch montags in der Sneak im Kino (Metropol).

3D-Kino

Ich möchte noch ein paar Worte zum Thema 3D-Film sagen. Das hat mich echt fasziniert. Allerdings haben etwas größere Leute in den Kino-Reihen vor mir deutlich mehr gestört, weil ja durch die 3D-Effekte mehr von der Handlung auch mitten im Raum stattgefunden hat. Wobei ich durch die 3D-Trailer am Anfang weiß, dass Avatar eher selten die 3D-Effekte wirklich richtig ausgenutzt hat. Aber das wäre wohl auch sehr anstrengend gewesen bei der Länge.

Sehr gerne würde ich aber mal einen 3D-Film sehen, der vielleicht nur etwa 10 min geht und den Kino-Zuschauern mal einen Komplett-Überblick darüber gibt, was im 3D-Kino heutzutage möglich ist. Am besten auch für ein kleineres Publikum, denn dann kann die Optik auch besser auf die Sitzposition der Zuschauer ausgerichtet werden.

Sehr spannend finde ich in dem Zusammenhang übrigens auch das Thema Computerspiele. Irgendwann in 10-15 Jahren wird es vielleicht normal sein, seine PC-Spiele mit Hilfe der 3D-Technik und vielleicht sogar ohne 3D-Brillen zu spielen. Da bin ich sehr gespannt auf die technische Entwicklung, auch wenn ich sonst die aktuelle Entwicklung bei Computerspielen eigentlich kaum noch verfolge. Zu Avatar gibt’s ja übrigens auch ein PC-Spiel. Keine Ahnung wie das da mit 3D aussieht.

Vermutlich wird es nun öfter 3D-Filme geben, weil sicher einige Kinos jetzt wegen Avatar umgerüstet wurden und außerdem die 3D-Technik nun einem breiteren Publikum bekannt ist.

Kino-Film-Fazit der Filmkritik

Avatar ist alleine schon wegen der 3D-Effekte zu empfehlen, aber auch die Story hat mir gut gefallen – und das obwohl ich eigentlich kein Fan von Fantasy-Filmen oder sowas bin. Auch der Wechsel von animierten Szenen zu real gefilmten fällt eigentlich kaum auf, vermutlich weil sich geichzeitig ja auch inhaltlich der Handlungsrahmen extrem ändert.

Avatar – der Film im Kino

Kinostart war weltweit bereits am 17. und 18. Dezember 2009, die Altersfreigabe ist ab 12 Jahren. Wenn ihr euch das Kinoprogramm anseht, um zu gucken, was der Film in euerm Kino läuft, dann beachtet, dass es eine 2D- und eine 3D-Version gibt. Die Dauer des Films beträgt 161 Minuten, Avatar hat also wie schon gesagt Überlänge.

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Gamer (Kino-Film): viel Action, mieses Ende

Dienstag, den 5. Januar 2010

Vorhin in der Stuttgarter Sneak-Preview lief der Film Gamer – Play or be played. Ich wusste eigentlich nichts über den Film, aber das klang schon mal nach Action. War es auch. Action, Science Fiction und Thriller sind die Genres in die der Film gehört.

Action gab’s dann auch sofort zu Beginn des Films. Man weiß nur eine ganze Weile nicht wirklich warum und was da vor sich geht. Man merkt nur – jetzt spoilere ich ein ganz kleines bisschen – dass der Film irgendwie sehr an einen Ego-Shooter erinnert. Es wird geballert ohne Ende und permanent fliegen Sachen in die Luft. Das alles noch dazu extrem schnell geschnitten.

Nachdem das eine Weile so geht und man schon wissen will, warum die in dem Film die ganze Zeit rumballern, wird man im Kino-Sessel erlöst: Die Story baut sich auf. Ganz vielversprechend eigentlich. Interessantes Konzept. Ohne das Ende zu verraten, spoilere ich den folgenden Absätzen nochmal ein bisschen (wer ohne Spoiler weiterlesen will, springt zu Grundidee von Gamer):

Gamer heißt der Kino-Film, weil der Hauptdarsteller die Hauptperson in einem realen Ego-Shooter namens “Slayers” ist – gesteuert von Menschen für die das Ganze ein Spiel ist für das sie Geld bezahlen. Daher auch der Untertitel Play or be played. Aber die Spielfiguren sind echte Menschen, die real schießen und sterben. Gefängnisinsassen, die so die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Freiheit zu erspielen. Die meisten überleben das allerdings nicht lange.
(Beides erinnert ziemlich an den Kino-Film Death Race, wo dieses Konzept als tödliches Autorennen umgesetzt ist.)

Slayers hat in dem Film Gamer übrigens eine Art Vorgänger: “Society”. Dort kann man in einer Art realem Second Life Menschen steuern kann. Allerdings geht’s dabei nicht um’s Töten, sondern mehr um Alltagsdinge, Spaß und Sex. Society spielt aber eher eine Nebenrolle in dem Film. In der Hauptsache geht es bei Gamer um Slayers.

Jedenfalls klang die Grundidee von Gamer damit ja schon mal ganz interessant und nicht unspannend. Dazu noch viel Action, wenn auch so schnell geschnitten, dass man selten mitkam. Allerdings geschahen während der Actionszenen im Film eigentlich auch keine inhaltlich relevanten Dinge, die man nicht verpassen sollte. Durch die schnellen Schnitte fand ich auch die ziemlich extreme Brutalität in dem Film nicht so krass, weil man einfach kaum was davon gesehen hat.

Aber das Ende! Das wird der Mitte des Films einfach nicht gerecht. Jetzt muss ich spoilern, wer den Film also noch sehen möchte, ohne das Ende zu wissen, sollte erst ab dem Absatz Fazit meiner Filmkritik wieder lesen.

Das Ende ist ehrlich gesagt grauenhaft. Bisher zeigte der Film rasante Action und nach der vielen Action am Anfang dann auch ein ganz brauchbares Konzept, das recht vielversprechend klang. Und dann? Dann passiert quasi einfach gar nichts. Um genau zu sein: Der gute Hauptdarsteller (Gerard Butler) geht zum bösen Hauptdarsteller (Michael C. Hall). Er braucht dazu nicht an Wachen vorbei oder sowas. Er geht einfach hin.

Er fällt dann noch kurz auf eine Videoprojektion seiner Tochter rein, trifft auf den Bösewicht, verprügelt kurz etwa zehn tanzende Helfer, die ihn jetzt dann doch angreifen wollen, während der Bösewicht tanzt und singt. Dann der große, große Showdown. Oder sowas ähnliches.
Ehefrau (Amber Valletta) und Tochter sind inzwischen beide dabei. Unser Kino-Held soll nun seine Tochter erstechen, denn der Bösewicht versucht seine Gedanken entsprechend zu steuern (was in der Vergangenheit schon mal dazu geführt hat, dass unser Kino-Held einen Freund erschossen hat). Aber – total tricky – seine Ehefrau sagt “Ich liebe dich”, dadurch wird sein eigener Wille wieder stärker als die fremde Macht in seinem Gehirn.

Dann will er den Bösewicht erstechen, der wehrt sich kurz erfolgreich durch die Gehirnsteuerung dagegen, was aber nur so lange funktioniert bis unser Held sagt: “Stell dir vor, ich ramm dir jetzt das Messer in den Bauch.” Schon passiert es natürlich auch und der Film ist zu Ende. Fast. Die ganzen Helfer des Bösewichts stehen alle auf und gehen. Unser Kino-Held bittet dann noch kurz einen von ihnen, das Computersystem über das die ganzen Menschen in Society und Slayers gesteuert werden können, abzuschalten. Achselzuckend schaltet er ab. Interessiert sich ja auch sonst niemand für die Weltherrschaft. Natürlich.

Fazit meiner Filmkritik: Viel stumpfe Action, extrem schnelle Schnitte, interessanter Story-Ansatz, bis kurz nach der Mitte recht unterhaltsam. Das Ende grauenhaft simpel.

Ich fand’s auch nicht so gut wie sehr mal wieder die Onliner-Klischees breitgetreten werden. Natürlich steuern dicke, ekelhafte Männer die hübschen Frauen, die mit anderen Männern dann dort anbändeln. Klar. Aber das nur am Rande und das stört sicher auch nur die, die eben selbst schon in solchen Welten unterwegs waren und sich damit eben nicht als jemand anders ausgeben und eine andere Identität ausleben.

Ach ja, der Soundtrack ist gut. Läuft zum Teil auch im Hintergrund auf der offiziellen Website des Kinofilms. Daher hör ich den Soundtrack jetzt beim Schreiben auch die ganze Zeit.

Kinostart in Deutschland ist am 7. Januar 2010, der Film kommt also übermorgen in die deutschen Kinos. Die Altersfreigabe ist ab 18, was aber weniger an dem bisschen Soft-Erotik liegt, sondern an der Gewaltdarstellung. Den deutschen Trailer findet ihr hier. Der ganze Film dauert im Kino 95 Minuten.

Eure Meinungen zum Film gerne in den Kommentaren. Wieso denk ich dauernd, dass der Film The Gamer heißt?

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342 Kinofilme aus 2009 statt Kinostarts 2010

Montag, den 4. Januar 2010

Eigentlich wollte ich hier Kinostarts 2010 vorstellen und mich öffentlich fragen, welche davon ich wohl in der Sneak sehen werde. Allerdings habe ich den Blogeintrag, den ich zu den Kinofilmen 2010 gelesen hatte, nicht mehr gefunden.

Gefunden habe ich dafür einen Trailer mit 342 Filmen aus 2009. Wer auf sowas kommt? Kees van Dijkhuizen offenbar. Der hat diese Film-Collage erstellt.

Einige Filme habe ich erkannt und auch in der Sneak im Kino gesehen. Welche Filme erkennt ihr?

Okay, wer nicht groß raten will, welche Filme in dem Trailer sind, (weiterlesen…)

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Saw 6 (Film) – bin raus aus dem Kino

Montag, den 30. November 2009

Ich war heute in der Sneak – allerdings hat’s mich nicht lange im Kino gehalten. Der Film im Kino läuft sogar noch und ich bin längst zu Hause. Warum? Es kam mal wieder ein Horrorfilm: Saw 6.

Horrorfilme kann ich ja grundsätzlich schon nicht leiden und so wie manche von der Saw-Reihe schwärmen – und was alleine der Name schon andeutet – war mir klar, dass das ein Film sein muss, in dem ich sicher nicht sitzenbleibe.

Da die Chance bestand, dass auch eine Zombie-Komödie kommt und man das ja nicht unbedingt in den ersten Sekunden unterscheiden kann, bin ich ganz am Anfang noch sitzengeblieben. Hab allerdings woanders hingeguckt und nur auf den Moment gewartet bis sicher war, welcher Film es ist. Als dann SAW VI eingeblendet wurde, hatte ich schon meine Jacke an.

Liebe Sneak, so wird das nichts mit mir. Und viele andere sind auch raus. Warum gibt es keine horrorfreie Sneak? Einfach eine Sneak ab 16 und die Sache ist gelöst. Da geh ich dann viel lieber hin, weil ich nicht Gefahr laufe, wieder irgendeine Horrorscheiße ansehen zu müssen.

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