Rachels Hochzeit (Kino-Film)

Dienstag, den 31. März 2009

Montag war bei mir wieder Kino-Tag. In der Sneak kam diesmal ein ungewöhnlicher Film: Rachels Hochzeit – im englischen Original: Rachel getting married. Der Film ist ein Familiendrama mit wackeliger Kameraführung, die durchaus zu leichten Kopfschmerzen führen kann. Allerdings schafft der Regisseur Jonathan Demme durch die Handkamera ein bisschen eine Atmosphäre wie in einer Doku.

Der Film ist sehr emotional und man kann gut mit den einzelnen Charakteren und ihren Aktionen und vor allem Reaktionen mitfühlen. Allerdings fehlt ein bisschen ein roter Faden, ein Handlungsstrang, der den Film von A nach B bringt. Es baut sich kein wirklicher Spannungsbogen auf. Man erwartet zwar lange Zeit, dass jetzt etwas Großes passiert, aber es kommt nichts.

Es wird einfach der (schwierige) Familienalltag rund um Rachels Hochzeit dargestellt. Und das gut, wie ich finde. Meine Nebensitzerin zur Linken sah das ähnlich. Auch die Filmmusik – vor allem die Trommeln und so – haben uns gut gefallen. Den beiden Nebensitzern zur Rechten gefiel der Film allerdings gar nicht. Bei den anderen hab ich’s nicht mitbekommen.

Kino-Start in Deutschland ist am 2. April 2009, der Film dauert 116 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Ob ich ihn letztlich empfehlen würde, ist schwer zu sagen. Ich bin kein Drama-Fan, aber gut gemacht war der Film schon. Allerdings dröhnt mir von der Kameraführung auch zwei Stunden später noch der Schädel.

Was ihr jetzt mit dieser Filmkritik anfangt, bleibt euch überlassen… :-) Ihr könnt euch ja bei Bedarf mal den Kino-Trailer zum Film ansehen.

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Milk (Kino-Film)

Sonntag, den 22. März 2009

Ich hab die Tage ganz ohne Sneak den Film Milk im Kino gesehen. Da der Film in keinem Kino in Stuttgart vor 22 Uhr lief, sind wir extra nach Esslingen gefahren, um den Film dort zu sehen. Ich weiß gerade nicht mehr wie das Kino hieß, aber der Kino-Saal hieß Charlie und war ziemlich klein. Irgendwie scheint kein großes Interesse (mehr?) an dem Film Milk zu bestehen. Er läuft in Deutschland seit dem 19. Februar 2009 und hat zwei Oscars bekommen und war für sieben weitere nominiert.

Der Film Milk ist die Verfilmung des (politischen) Lebens von Harvey Milk, der als erster bekennender Schwuler in ein öffentliches Amt in Kalifornien gewählt wurde – nämlich in den Stadtrat von San Francisco.

Der Film und auch sein Hauptdarsteller (Sean Penn) haben mir gut gefallen. Ich kann auch die dahinterliegende Botschaft voll und ganz unterstützen. Man bekommt einen Einblick wie schwer es für Schwule damals war und denkt hoffentlich auch daran wie schwer es auch heute teilweise noch ist. Man bekommt auch einen Einblick in die Politik und wie viel Zeit und Energie dort überwiegend ehrenamtlich reinfließt, so dass auch hier manche vielleicht mal mehr nachdenken, bevor sie pauschal alle Politiker verunglimpfen.

Mit 127 Minuten hat der Film eine Überlänge und ehrlich gesagt merkt man die auch. Nicht dass ich gegen Ende dagegessen hätte und mich gefragt hätte “Wann endet der Film endlich?” – nein, ganz und gar nicht. Aber in der Mitte ging es doch eine Weile etwas schleppend voran. Aber vielleicht muss das so sein, denn es war ja nun auch kein einfacher und kein schneller Weg, das Normalsein von Homosexualität in das Bewusstsein der Menschen und in die Gesetze zu bringen.

Insgesamt ging es mir ähnlich wie Judith: Die Erwartungen an den Film waren größer als das, was nachher auf der Kino-Leinwand zu sehen war. Nichtsdestotrotz ein guter Film und die Botschaft sowieso unterstützenswert.

Ganz wichtig finde ich aber auch, dass bei diesem Thema nicht nur an die Schwulen gedacht wird, sondern auch an die Lesben. Irgendwie sind es nach wie vor meist Männer um die es beim Thema Homosexualität geht.

Quelle für die Fakten zum Film: Wikipedia-Eintrag Milk (Film).

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John Rabe (Kino-Film)

Mittwoch, den 18. März 2009

Ich war in fast jeder Sneak dieses Jahr – und gebloggt habe ich über keine. Aber jetzt geht’s wieder los. Der Kino-Film letzten Montag hat mir so gut gefallen, der muss öffentlich gelobt werden: John Rabe.

Der Film spielt 1937 in der damaligen Hauptstadt von China, Nangking. John Rabe ist als Deutscher seit fast 30 Jahren in China und hat für Siemens dort einen Standort aufgebaut. Seine Zeit in China geht allerdings nun zu Ende und er soll nach Berlin zurückkehren. Kurz vor der geplanten Heimkehr nach Deutschland greifen die mit Nazi-Deutschland verbündeten Japaner China und auch Nangking an.

Mehr will ich nicht verraten. Auf jeden Fall ist der Film spannend und auch emotional mitreißend. Sowohl im Positiven wie auch im Negativen. Ein paar Schocker gibt’s auch. Definitiv kein Heile-Welt-Film. Kein Wunder: Er beruht auf einer wahren Begebenheit. John Rabe hat es wirklich gegeben, aber seine Geschichte kennt man erst seit 1996 seine Tagebücher veröffentlicht wurden.

Manche beschweren sich, dass sich hier ein deutscher Film schon wieder der Nazi-Zeit widmet und das wäre doch alles nur Vergangenheitsbewältigung. Dabei sind die Nazis hier eher der internationale Rahmen. Im Mittelpunkt steht das Geschehen in Asien, zwischen China und Japan – und vor allem die Leute vor Ort in Nangking. Deutsche, Chinesen, Japaner und andere.

Kino-Start ist am 2. April 2009. Mehr Infos bei Wikipedia unter John Rabe (Film) und unter John Rabe, sowie natürlich auf johnrabe.de – der offiziellen Website des Films. Gespoilert werdet ihr allerdings auf allen diesen Seiten.

Die Hauptrolle in dem Film spielt Ulrich Tukur – und zwar wirklich gut und absolut glaubwürdig. Außerdem spielen mit Daniel Brühl, Anne Consigny, Dagmar Manzel, Zhang Jingchu und Steve Buscemi.

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