New York für Anfänger (Kino-Film)

18. November 2008 um 20:43 Uhr

Endlich war ich wieder in der Sneak. Aber plötzlich gab es keinen Mr. Sneak mehr. Aus irgendwelchen Gründen arbeitet er nicht mehr dort im Kino. Es gibt dafür jetzt ein Sneak-Team. Ich hatte gehofft, dass sie dafür dann jetzt zum Einstand einen echt guten Film zeigen würden. Leider Fehlanzeige!

Es kam New York für Anfänger. Nun hab ich nichts gegen New York. Auch nichts gegen Anfänger. Und ich mag eigentlich auch Kirsten Dunst und Simon Pegg, die hier die Hauptrollen spielen. Aber der Film war lahm.

Der Anfang ging noch. Simon Pegg ist Sidney Young. Er würde gerne über Stars schreiben, aber er wird nicht auf die wichtigen Szene-Partys eingeladen. Mit allerlei Tricks versucht er sich einzuschmuggeln und ist am Ende selbst die Story – weil er rausgeworfen wurde und auch sonst einiges schief ging.

Wie gesagt, das erste Drittel des Films geht noch. Die Charaktere werden eingeführt, es gibt haufenweise Gags – wenn auch meist nicht besonders geistreich. Und man beginnt die Konflikte im Film bzw. seiner Handlung zu erkennen.

Ach ja, Handlung… Spoiler! Mit Handlung ist nicht viel. Jedenfalls ist sie nicht gerade logisch oder geistreich. Sidney Young wurde also als neuer Boulevard-Reporter beim Sharps-Magazin angeheuert. Die erste Adresse für Tratsch und Klatsch über die Stars. Neue Filme, Comebacks von Stars usw. Nur will sich Sidney nicht anpassen. Er will sich nicht von PR-Agentinnen erzählen lassen, was er zu schreiben hat. Also bleibt er in der Außenseiter-Rolle und seine Artikel werden nie veröffentlicht.

Einmal steht er auch kurz vorm Rausschmiss. Er ist eh erstmal nur auf Probe dort. Raum 1 von 7, wie ihm der Ober-Chef von oben herab verklickert. Trotzdem steigt er von einem Tag auf den anderen zum Abteilungsleiter auf – nur weil seine Vorgesetzten die Firma verlassen haben. Völlig ohne Logik, denn irgendeine tolle Leistung hat er bis dahin nicht gebracht. Die Maskottchen von Stars umbringen gehört aus Sicht eines Boulevard-Magazins nämlich nicht dazu.

Und warum er am Ende seiner großen Liebe den Ring heimlich in die Kleid-Tasche steckt statt ihn ihr feierlich an den Finger zu stecken, bleibt wohl auch ein Geheimnis der Filme-Macher. Die Schluss-Szene versteh ich genauso wenig. Ein klein bisschen Action zum Schluss, aber sowas von unspektakulär – auch wenn versucht wird, das anders darzustellen. Völlig hohl. Spoiler-Ende!

Fazit der Filmkritik: Am Anfang und zwischendrin hab ich mich bei der Romantik-Komödie (wobei mit Romantik nun wirklich nicht viel ist) noch einigermaßen gut unterhalten gefühlt. Aber unterm Strich ist der Film echt nicht zu empfehlen. Der Hauch Gesellschaftskritik bzw. Kritik am Boulevard-Journalismus reißt’s da nicht raus.

Wer sich dennoch den deutschen Teaser und den englischen Trailer ansehen will, bitte sehr. Im Trailer gibt’s allerdings ne Szene, die in dem Film gar nicht vorkam.

Neben Simon Pegg und Kirsten Dunst spielen noch Megan Fox, Jeff Bridges, Danny Huston und Gillian Anderson mit.

Kino-Start in Deutschland ist am 27. November 2008. Der britische Film mit dem Originaltitel How To Lose Friends & Alienate People ist ab null Jahren freigegeben. Für Ältere ist er auch nicht empfehlenswert.


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5 Kommentare zu “New York für Anfänger (Kino-Film)”


  1. Chris
    Am 26. November 2008 um 15:03 Uhr

    Danke für die Filmkritik, dann weiß ich schon mal, was ich mir nicht anschauen werde. Das hört sich wirklich total hohl an, die Handlung fehlt ja völlig nach deiner Schilderung. Also wirklich raus geworfenes Geld, wenn man sich den Film angucken würde, dann warte ich lieber nochmal bis zum nächsten Kinobesuch.

  1. Viezer
    Am 12. Januar 2009 um 18:57 Uhr

    Wer hat den Film schon gesehen?
    So ziemlich am Ende des Films ist Kelan Pannell alias Sidney Young
    mt den Frauen in der Disko.
    Und als sie die Disko betreten läuft doch da so ein ganz tolles Lied.
    Kann mir jemand sagen von wem es ist oder wie der Titel des
    Liedes ist?

  1. kob
    Am 12. April 2009 um 14:25 Uhr

    schau den soundtrack an da steht es von so ner blonden frau.
    ich suche das lied wo die frau betrunken zur einer schallplatte tanzt, hört sich nach techno/house an und da stöhnt so ne frau immer im lied

  1. Felix
    Am 6. April 2010 um 00:45 Uhr

    Hi,
    auch wenns schon ne Weile her ist, als du das geschrieben hast:
    Ich fand’ den Film eig. recht lustig. Außerdem zeigt er, ein paar interessante Seiten des Journalismuses und des Star seins.

    Teilweise sind die Szenen nicht wirklich “klug” aber im Großen und Ganzen fand ichs eigendlich humorvoll und witzig.

    Simon Pegg find’ ich zusammen mit Nick Frost genial! (HotFuzz z.B.)

  1. Henning
    Am 6. April 2010 um 08:02 Uhr

    Oh ja, Hot Fuzz hat mir auch sehr gut gefallen. Hatte ich auch drüber gebloggt damals: Hot Fuzz – super Film!
    Hatte den auch in der Sneak gesehen. :-)


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