The Ruins – Ruinen (Kino-Film)

25. Juni 2008 um 11:20 Uhr

In der Sneak kam am Montag der Film The Ruins, deutsch: Ruinen. Der Film ist eine Mischung aus Horror und Thriller – aber auch die, die diese Film-Generes mögen, kommen nicht auf ihre Kosten.

Ich bin zwar oft zusammengezuckt, allerdings bin ich bei Filmen generell recht schreckhaft. Zu empfehlen ist der Film keineswegs. Ab sofort geht’s mit Spoilern weiter. Es startet mit einer Szene, wo jemand irgendwo in einem dunklen Loch sitzt und verzweifelt um Hilfe ruft – in der Hand dabei ein Handy, das aber offenbar nicht funktioniert. Ein lautes Geräusch, ein Schrei, die Person ist weg.

Dann kommen erstmal ein paar harmlose Hotel- und Pool-Szenen bis die Gruppe der vier Hauptdarsteller (Jonathan Tucker, Jena Malone, Laura Ramsey, Shawan Ashmore) zusammen mit einem deutschen Touristen zu einer recht unbekannten Maya-Pyramide aufbricht, der auf den herkömmlichen Karten nicht eingezeichnet ist. Der Bruder des Deutschen war dorthin aufgebrochen und nicht zurückgekehrt.

Sie kommen an der entsprechenden Maya-Pyramide an und machen auch sofort Begegnung mit den Mayas. Ihrem griechischen Begleiter wird der Kopf weggeschossen – ohne dass klar ist warum. Die Gruppe flieht auf die Pyramide und muss dort ausharren, weil die Mayas unten warten.

Soweit die Vorgeschichte. Die ganze Story rankt sich um eine fleischfressende Pflanze, die die ganze Pyramide umschließt. Diese Pflanze kann nicht nur Stimmengewirr und Handy-Klingeln nachmachen, sie kann auch ihr Wachstum anpassen (oder kriechen – allerdings sehr schnell), um an andere Orte zu gelangen. Wer offene Wunden hat, der kann die Pflanze auch bequem mit nach Hause nehmen – sie nistet sich unter der Haut ein.

Die fünf harren also auf der Pyramide aus, obwohl sie natürlich viel zu wenig Wasser haben. Außer dass sie im Folgenden immer streng darauf achten, wer wieviel trinkt, spielt dieses Problem im weiteren keine Rolle mehr. Dem faktischen Anführer der Gruppe, Jeff (Jonathan Tucker), wächst auch kein Bart – dafür aber Moos auf der Kleidung. Das wundersame Moos-Wachstum wird aber nie thematisiert (der nicht wachsende Bart natürlich auch nicht).

Es folgen Amputationsorgien. Sowas muss ich nicht sehen, also hab ich bei diesen Szenen, die sich durchaus über mehrere Minuten hinzogen, die Brille abgesetzt – dann seh ich nicht mehr viel – oder auch ganz weggeguckt. Tja, und ansonsten? Die Gruppe macht sich gegenseitig fertig, die Pflanze tut ihr übriges und am Ende leben nur noch zwei.
Der eine, Jeff, lenkt die Mayas ab und seine Freundin Amy (Jena Malone) kann fliehen. Jeff bezahlt mit seinem Leben. Ob Amy überlebt, weiß man nicht, aber sie schafft es auf jeden Fall aus dem gröbsten Dschungel raus und die Mayas sollten nun keine Gefahr mehr für sie darstellen.

In dem Moment taucht dann eine Gruppe mit zwei Griechen am Fuße der Maya-Pyramide auf, die sich wohl wundern, warum die amerikanisch-deutsch-griechische Truppe nicht zurückkommt…

Apropos Amerikaner: Es sterben natürlich zuerst die Nicht-Amerikaner der Gruppe und den größten Lacher im ganzen Film gab es, als Jeff im Zelt auf der Pyramide voller Ernst und Pathos in der Stimme verkündete: “Vier Amerikaner werden sich hier nicht unterkriegen lassen” – oder so ähnlich. Die vier Amerikaner sind das Entscheidende.

Spoiler-Ende!

Nicht zu empfehlen. Dennoch die Info, dass morgen, am 26. Juni 2008 der deutsche Kino-Start ist und der 90-minütige Film ab 16 Jahren freigegeben ist. Gedreht wurde in den USA und in Australien, Regie und Drehbuch von Carter Smith.

Zu empfehlen ist übrigens auch dieser Blog-Eintrag der Fünf Filmfreunde mit einem fiktiven, humorvollen Interview zwischen Drehbuch-Autor und Produzent.


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6 Kommentare zu “The Ruins – Ruinen (Kino-Film)”


  1. Yannick
    Am 25. Juni 2008 um 11:59 Uhr

    Er sagte: Es werden nicht einfach so 4 Amerikaner verschwinden, ohen dass jemand nach ihnen sucht! :D
    War auch in der Sneak, grotten Film…^^

  1. Henning
    Am 25. Juni 2008 um 12:07 Uhr

    Nee nee, ich bin ganz sicher, er hat zusätzlich noch was mit “Vier Amerikaner” am Anfang gesagt und wo auch mehr Pathos dabei war.

  1. Lou
    Am 14. Juli 2008 um 13:17 Uhr

    Vier Amerikaner im Jungle können nicht sterben!
    das wars…bester Satz des Films, der eher eine Komödie war :D

  1. Anna
    Am 31. Juli 2008 um 15:44 Uhr

    Mich würde viel eher interessieren was dieses “world telefon” von dem dieser matthias da spricht ist. weiß das einer? das hat er erwähnt wo ieiner meinte dort oben hätten sie kein empfang.

    jud amy hat ja wohl eher nicht überlebt mit ihrer pflanze im kopf am abrupten filmende.

  1. Lysian
    Am 13. Januar 2009 um 14:59 Uhr

    also ich hab den film auch gesehen und fand ihr sehr gut =) zugegeben, recht flach war die story schon und mit klischees wurde auch nicht gespart, aber alles in allem war es mal was anderes als zombie oder gemetzelfilme. was ich gut finde, ist, dass es kein zweiter teil geplant ist. am besten fand ich die szene wo amy an die pflanze ran geht, die einen klingelton immitiert. die effekte sind auch ganz schön (und ganz schön blutig).
    das einzige manko is meiner meinung nach, dass zuviele fragen am ende offen blieben und man im kino saß “häh? wasn jetz mit der? und wasn das für ne pflanze jetz gewesen?”

  1. Lysian
    Am 13. Januar 2009 um 15:11 Uhr

    ach eins noch: also irgendwer hat eben bemängelt, das die mit einer flasche wasser so lange auskamen und das der bart nicht wuchs. das liegt daran , das im kino nur die gekürzte fassung läuft. in der extended version regnet es nämlich einmal und die fangen das wasser auf, um so die flasche aufzufüllen. außerdem befinden die sich nur 2 tage auf der pyramide und da ist der bart noch nicht sooooo groß.

    und ein world telefon ist ein telefon das über satelit läuft. is keine simkarte oder so. die armee benutzt solche dinger. kennste bestimmt aus anderen filmen (nur größer). wenn du mehr willst, informier dich bei sky-dsl. die verkaufen solche dinger


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