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Porno 2.0: YouPorn, PornoTube im Test

6. April 2008 um 01:49 Uhr

Auf der re:publica 2008 wurde ein sehr interessanter Vortrag zum Thema Porno 2.0 gehalten. Der Redner vergleicht u.a. die Usability von YouPorn und YouTube. Am Rande geht er auch auf PornoTube und verschiedene andere Sex-Portale ein.

Er guckt insbesondere, was 2.0 an diversen Sex-Communitys ist. So wirklich user generated porno ist es in der Regel nicht. Das gibt Abzug. Außerdem läuft das meiste anonym ab - auch wieder Abzug. Aber technisch kann YouPorn.com bei der mit animierten GIFs realisierten Vorschau-Funktion punkten.

Fachlich interessant für Menschen aus der Porno-Industrie ist sicher die Diskussion darüber, dass Filme, die nach Amateur-Videos aussehen, besser ankommen als Hochglanz-Profi-Videos, die den Zuschauern schnell langweilig werden. Passt auch zu der ganzen Authentizitäts-Debatte in Blogs.

Auch der Long-Tail-Gedanke taucht auf: Sehr spezifische Fetisch-Anhänger finden vermutlich viel eher für sie passende Pornos bzw. Filme, weil es sich nun eher lohnt auch für kleinere Zielgruppen etwas anzubieten.

Am Ende gibt’s noch etwas Diskussion über das Thema Frauenpornos, also Pornos von Frauen für Frauen. Bei der Frage, wer selbst Pornos guckt, outen sich nur sechs der vielen, vielen Zuhörer.

Sehr netter und witzig gehaltener Vortrag zum Thema Porno 2.0 - mit dem einen oder anderen ungewollten Kalauer.


Der Beitrag wurde am Sonntag, den 6. April 2008 um 01:49 Uhr veröffentlicht und unter Internet abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0-Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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12 Kommentare zu “Porno 2.0: YouPorn, PornoTube im Test”


  1. Der MfG
    Am 6. April 2008 um 10:26 Uhr

    Hey Mensch klasse. Auf der re:publica 2008 und hier im Blog zieht ja mal richtig Niveau … aus. Pornos … ganz große Klasse dieses Thema. Die niederen Instiknke befreidiegen …. wow. Komisch nur, dass z.B. noch niemand drüber berichtet hat über Barierefreiheit von web 2.0 Anwendungen … also Barrierefreihiet für Behinderte. Aber Sex ist ja auch wichtiger als Behinderte. Und mehr Menschen wollen Sex als es Behinderte gibt die diese Dienste bzw. Vorträge besuchen wollen.

    Als Fazit kann man sagen … Sex sells … die meisten Menschen fallen darauf rein und stehen noch dazu und finden Niveaulos gut …. und Minderheiten werden ignoriert

  1. Torsten
    Am 6. April 2008 um 11:48 Uhr

    Der MfG:

    Barrierefreiheit stand auch auf dem Programm der Re:Publica. Guck mal hier: http://programm.re-publica.de/2008/events/274.de.html

  1. Der MfG
    Am 6. April 2008 um 11:56 Uhr

    Oh sorry des wusste ich net - es hat ja niemand darüber berichtet … klar, damit kann man sich lange nicht so viel Klicks erhoffen wie mit dem Schlagwort porno …

    Es war also auch Thema an der re:publica … aber irgendwie ist da bei dem Link zwar das Thema aber (noch?) gar kein Inhalt (06.04.2008 11:55 Uhr)

  1. Henning
    Am 6. April 2008 um 12:32 Uhr

    @Der MfG
    Ich dachte, dir wäre die Ausrichtung dieses Blogs bekannt. Außerdem muss sich doch niemand von anderen die Themen in seinem Blog vorschreiben lassen. Barrierefreiheit hätte meiner Ansicht nach in diesen Blog nicht reingepasst.
    Ich weiß auch nicht, ob du dir den Vortrag angesehen hast, aber da wird sich dem Thema wirklich gut strukturiert und sachlich genähert - auch wenn die Überschrift etwas reißerisch sein mag.

  1. Der MfG
    Am 6. April 2008 um 12:45 Uhr

    Ich schreibe doch niemanden vor über was er bloggen soll. Für mich war das nur eine art Fazit wie sich aus meiner Sicht die Gesellschaft verändert und wie sich mit aller Gewalt gegen traditionelle Werte ( Vorstellungen/Sichtweisen) gewehrt wird, einfach weil es traditionell ist oder weil man ja so modern ist… oder wass weiß ich … (Das mit der Barrierefreiheit war ja nur ein Besipiel).

    Bitte sieh es nicht als Persönliche Kritik, Henning - es war vielmehr ein Kommentar von mir, aus meiner Sicht wie sich die (Internet)Gesellschaft (gerade) gibt.

  1. Henning
    Am 6. April 2008 um 13:08 Uhr

    @Der MfG
    Sexualität - und auch ihre Darstellung (eben z.B. Pornos) hat es doch auch früher gegeben. Neu ist eigentlich eher, dass darüber auch etwas offener geredet wird. Gleichzeitig gibt es einen Trend, dass immer mehr Sex in alle Lebensbereiche einzieht, da gebe ich dir Recht.

    Aber man könnte den Spieß jetzt auch umdrehen und sagen: Barrierefreiheit ist auch etwas Modernes und stellt sich gegen traditionelle Sichtweisen.

    Ganz so einfach ist es also nicht. Zumal auch Behinderte Sex haben wollen und man oben genannte Porno-Seiten wiederum auch auf Barrierefreiheit abklopfen könnte. (Die Links oben gehen übrigens auf die entsprechenden Wikipedia-Seiten, nicht auf youporn.com etc.)

  1. Kittyluka
    Am 6. April 2008 um 13:13 Uhr

    Und was ist mit Barrierefreien Porno?

    Henning ich erwarte einen selbstkritischen Beitrag mit nicht weniger als 1500 Wörtern dazu ;)

  1. Der MfG
    Am 6. April 2008 um 13:27 Uhr

    Och über machne Barrieren im Leben bin ich ganz froh …. Eine Schranke/ein Abgrenzung auf einer Aussichtsplattform, dass keiner den Berg runterfällt, eine gewisse Barriere gegen Menschen die andere Menschen töten … sonst gäbe es noch mehr Morde, eine gewisse (leider nicht unüberwindbare) Berriere gegen LSD, Kokain und sonstigen Drogenmissbrauch, weil es sonst noch mehr Menschen gäbe die davon Abhängig wären.

    Wenn man jetzt aber jemanden frägt, der Drogen nimmt, was er davon hält, dass er das illegal nimmt, dann würde er das bestimmt auch furchtbar traditionell finden und überhaupt echt kacke, dass er das nicht legal nehmen darf.

    Aber wir außerhalb würden doch alle zustimmen, dass es gut ist, dass es diese Begrenzung gibt … noch.

    In Zeiten von AIDS (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,418819,00.html) finde ich wäre iene gewisse Begrenzung bei dem Thema Sex im Fernsehen, Internet, Werbung usw. doch nicht ganz soooooooo schlecht und nicht traditionell - klar man kann natürlcih auch die Wände mit Kondomautomaten zukleben.

    Wenn man aber eine Lungenentzündung hat ist es doch auch gut nicht nur was gegen den Hustenreiz einzunehmen sondern gegen die gesammte Karankheit.

    Nein, ich empfinde Sex nicht als Krankheit oder was schlechtes. Ich finde nur, dass er heutzutage vollkommen überbewertet wird, instrumentalisiert wird, vermarketet wird, “missbraucht wird” … dabei ist Sex etwas tolles - meiner Ansicht nach haben aber heute viel zu viel Menschen eine absolut kranke und verdrehte Einstellung zur Sexualität.

    Vielleicht denkt Deutschland mehr darüber nach, wenn mal in Deutschland AIDS mit Stechfliegen und Zecken übertragen wird und noch mehr Frauen und Mädels vergewaltigt werden und wenn man keinen Spass merh an Sex hat, weil man so abgestumpft ist, da man schon so viel gesehen und erlebt hat dass nichts besonderes mehr dabei ist.

    Aber das ist natürlcih alles absolut unrealistisch … ich weiß

  1. Torsten
    Am 6. April 2008 um 13:38 Uhr

    Und genau dieses verdrehte Verhältnis war Gegenstand des Porno 2.0-Vortrags…

  1. juergen_p
    Am 6. April 2008 um 17:24 Uhr

    @Der MfG: Dafür, dass Du das Thema Sex so überbewertet findest, machst hier ein schön großes Fass auf! Und gerade in Zeiten von AIDS sollte viel über sexuelle Themen gesprochen werden. Nur wenn es normal ist und keine Berührungsängste bestehen, kann Aufklärung richtig funktionieren.

    Im Übrigen ist Barrierefreiheit schon lange und auch künftig ein großes Thema. Deswegen hat sich doch aber die Gesellschaft nicht geändert, nur weil eben nun auch einmal etwas anderes thematisiert wird.

  1. Bastian
    Am 7. April 2008 um 10:05 Uhr

    Ich glaub ich bin zu doof, kann mir mal einer den Link zu dem Vortrag geben? Der Link aus dem Eintrag lässt mich ganz wo anders aufschlagen…

  1. Henning
    Am 7. April 2008 um 10:25 Uhr

    @Bastian
    Komisch, vor ein paar Tagen stimmte der Link so noch. Hab ihn jetzt angepasst.


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