The Marine im Kino – ich leider auch
28. April 2007 um 23:36 UhrLetzten Montag war ich wieder in der Sneak Preview im Kino. Man weiß ja nie, was kommt, aber die ersten waren (verständlicherweise) schon irritiert als “World Wrestling Entertainment” eingeblendet wurde. Als der Titel des Films (“The Marine”) eingeblendet wurde, standen in der Reihe vor mir zwei auf. “Der ist soo schlecht, ich hab den schon gesehen”, sagten sie zu denen an denen sie vorbeigingen.
Doch zunächst die Story des Films: John Cena spielt John Triton. Der ist nicht einfach nur Soldat, er ist Marine. Er ist auch nicht einfach nur irgendein Marine, er ist ein extrem guter.
Um das zu demonstrieren, rettet er gleich am Anfang im Alleingang einige seiner Kameraden aus dem Irak, die dort gefangen waren und gerade umgebracht werden sollten. Über Funk bekommt er den Befehl, auf Verstärkung zu warten, aber er sieht natürlich, dass das zu lange dauern würde. Also stürmt er alleine in das Lager, schaltet alle Gegner aus und rettet die Gefangenen.
Da er den Befehl, auf Verstärkung zu warten, missachtet hat, wird er aus dem Militärdienst entlassen. Nachdem er gleich am ersten Arbeitstag aus einem Security-Job rausfliegt, überredet ihn seine Frau Kate (Kelly Karlson), zusammen etwas Urlaub zu machen.
Parallel zu dieser Handlung raubt eine Verbrecherbande um Rome (Robert Patrick) Diamanten und befindet sich nach der Tötung mehrerer Leute (u.a. sprengen sie nach dem Raub ein Polizeiauto in die Luft) logischerweise auf der Flucht.
An einer Tankstelle treffen die Diamantenräuber dummerweise mit dem Pärchen zusammen. Da Polizisten anwesend sind, werden die Räuber nervös und erschießen einen der Polizisten.
Bis dahin ist der Film zwar schon an einigen Stellen klar überzogen, aber noch ganz okay. Nun eskaliert in jeglicher Hinsicht einfach alles. John wird niedergeschlagen. Die Diamantendiebe entführen Kate und fliehen mit Johns Auto.
Die Tankstelle brennt, John wacht auf, die Tankstelle explodiert, John überlebt natürlich und verfolgt die Bande mit dem Flitzer der Polizei, dem – wenn ich mich richtig erinnere – vorher eigentlich die Reifen zerschossen wurden.
Nun folgt jedenfalls eine Verfolgungsjagd über Straßen, durch den Dschungel und auch über Wasser. Während des gesamten Verlaufs ist John noch zwei Mal in Gebäuden, die mit ihm zusammen in die Luft fliegen. Da er aber The Marine ist, überlebt er jedesmal ohne Kratzer.
Natürlich kommen die ganzen Klassiker noch vor. Streitereien unter den Entführern, böse Polizisten, Verbrecher, die sich gegenseitig übers Ohr hauen und eifersüchtige Frauen.
Die Handlung wiederholt sich stark (siehe drei explodierende Häuser mit John Triton drin, der überlebt), es gibt einige Fehler in der Logik und so wurde der Film dann doch mehr ausgelacht als mit ihm gelacht wurde. Dass John Cena seine Stunts selbst macht und Robert Patrick eigentlich auch einen ganz guten Diamantenräuber-Bandenchef abgibt, reißt es auch nicht mehr raus.
Nach dem Film sagte jemand: “Der war so schlecht, dass er schon wieder gut war.” Ich korrigierte auf: “Der Film war so schlecht, dass er schon wieder mittelmäßig war.” Tobias hat sich dem angeschlossen.
Fazit: Viel Action, teilweise echt schöne Schnitte, Handlung insbesondere in der zweiten Hälfte sehr schlicht und wiederholend. Auch die Logikfehler trüben den Spaß. Positiv hingegen ist, dass man den Film auslachen kann.
Die Action könnt ihr euch aber auch einfach im Trailer ansehen.
Kinostart in Deutschland war am 26. April. Sorry, dass ich euch nicht früher gewarnt habe. ;-)
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