6. September 2011 um 12:17 Uhr

Großes Highlight in der Sneak gestern: Der Film aus der vergangenen Woche (Tournée) wurde mit 0,9 Punkten bewertet – so schlecht wie kein anderer Film zuvor. Wobei allerdings die Möglichkeit, null Punkte zu geben, noch recht neu ist.

Aber es war vollkommen verdient. Der Film war wirklich grauenhaft langweilig. Wäre er nur grauenhaft gewesen, hätte man ja wenigstens gehabt, worüber man sich vielleicht lustig machen oder aufregen konnte, aber so war er nur stinklangweilig.

Der Film, der gestern in der Sneak kam, war dann aber eine schöne Entschädigung: Colombiana. Sehr unterhaltsames Popcorn-Kino – übrigens ausnahmsweise im EM statt im Metropol – mit viel Action und ner ganz netten mafia-ähnlichen Story (wenn auch nicht total neu).

Viel Schießerei, aber auch toll gezeigte sportliche Szenen. Natürlich ist eine große Portion Unrealismus dabei, aber das schadet dem Film nicht weiter. Hat Spaß gemacht! :-)

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24. November 2010 um 20:43 Uhr

The Social Network – der Film über Facebook und seinen umstrittenen Gründer Mark Zuckerberg. Ein Film, den ich mit einem Job in der Internet-Branche mit einer besonderen Neigung zu Social Media natürlich gesehen haben muss. Ich hatte viel Kritik an dem Film gehört, aber ich dachte, ich muss ihn mir einfach ansehen. Alleine schon, um mitreden zu können.

Das kann ich nun – und tue es in positiver Weise. Der Film hat mir echt gut gefallen (“Gefällt mir” ;-)). Zum Teil lag das vielleicht auch daran, dass die Erwartungshaltung nicht so hoch war. Aber ich fand die Handlung spannend und gut erzählt, die Leistung der Schauspieler hat mir gut gefallen und auch die Musik.

Selten fällt mir die Musik in einem Film überhaupt auf. Meist ist sie für mich nur Beiwerk und unterstreicht die Stimmung einer Szene, wäre aber für sich genommen uninteressant. Das war hier anders. Ich werde gleich mal gucken, wie ich am besten an den Soundtrack von The Social Network komme.

Es ist schwer, wirklich abzuschätzen, wie hoch der Wahrheitsgehalt des Films ist. Auf Wikipedia ist die Rede von 40 %. Der Film entstand in enger Kooperation mit Eduardo Saverin, der früher Mark Zuckerbergs bester Freund und Mitgründer von Facebook war, und ihn dann verklagte, nachdem Eduardo aus dem Unternehmen Facebook rausgedrängt worden war.

Mark Zuckerberg selbst verweigerte sich einer Kooperation mit den Machern des Films und nahm auch an der Premiere nicht teil. Zwar distanzierte er sich pauschal vom Film, aber dass es keine konkreten Richtigstellungen gibt, spricht meines Erachtens dafür, dass der Rahmen des Films durchaus real ist. Auch wenn natürlich viele Details fiktional sind.

Der Film The Social Network ist meiner Ansicht nach auf jeden Fall einen Kino-Besuch wert. Allerdings läuft er nicht mehr in vielen Kinos. Gerade wer im Internetbereich arbeitet und Interesse an Social Media hat, sollte diesen Film aber auf jeden Fall gesehen haben. Ich werde ihn mir früher oder später sicher auf DVD kaufen.

Kinostart in Deutschland: 7. Oktober 2010
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Länge des Films: 120 Minuten
Slogan: Du kannst keine 500 Millionen Freunde haben, ohne dir ein paar Feinde zu machen



8. November 2010 um 23:01 Uhr

Künstlerische Kreativität in allen Ehren, aber man muss einem Film auch noch halbwegs folgen können. Das war bei South leider nicht der Fall. Dass der Film so heißt, haben wir in der Sneak auch erst erfahren als die letzte Zeile des Abspanns durchgelaufen war.

Der Anfang beginnt schon etwas … ja, wie soll ich sagen? … künstlerisch, philosophisch. Dann gibt es einen Schnitt und der Film scheint sich von der Handlung her zu normalisieren. Aber weit gefehlt. Ich werde hier ohne Rücksicht auf die, die ihn noch sehen wollen, die grobe Handlung verraten – soweit sie sich mir überhaupt erschlossen. Wer den Film also noch sehen möchte, für den hier eine dicke Spoiler-Warnung.

Man sieht einen Bankraub, einen flüchtenden Mann und schnell ist klar, dass er an dem Bankraub beteiligt war. So schnell wird in dem Film wohl nie wieder etwas klar. Irgendwann wird 1978 als Jahreszahl eingeblendet. Dann heißt es, es wäre jetzt ein paar Jahre später – oder früher. Nie wieder wird ein Zeitsprung erklärt – durchgeführt wird er aber um so öfter.

Nach einer ganzen Weile erscheint ein Logo – “blablabla präsentiert” erscheint. So als würde der Film gerade anfangen. Mein Nebensitzer meint, das wäre ja wie bei Memento – wo ein Teil des Films rückwärts läuft. Nach ein paar Minuten fragen wir uns allerdings, ob er inzwischen überhaupt vorwärts läuft. Oder vielleicht auch seitwärts oder von rechts oben nach links unten. Kein Plan.

Hätte ich nicht wieder eine kurze Stippvisite beim Kinocast gemacht, wäre mir wohl vor lauter unverständlicher Handlung nicht einmal aufgefallen, dass in dem Film wirklich viele schöne Bilder produziert werden. Künstlerisch hat sich da jemand wirklich voll ausgetobt – leider zu Lasten der Handlung.

Das Bisschen, was man davon versteht, macht irgendwie nichts her. Jetzt noch dickere Spoiler-Warnung: Der Hauptdarsteller hat als Kind wohl dabei zugesehen, wie seine Mutter getötet wurde – möglicherweise von seinem Vater, doch das weiß man nicht. Er wuchs bei einer Frau namens Maria auf, die ihm wohl immer erzählt hatte, er wäre in einem Waisenhaus aufgewachsen.

Nun – nachdem er bei dem Bankraub angeschossen wurde – kommen ihm immer wieder Erinnerungsfetzen hoch. Außerdem trägt er eine Art Tagebuch bei sich, weiß aber nicht wessen Tagebuch das ist und wer diese Frau ist, deren Foto darin ist. Die Erinnerung wird gegen Ende stärker und als er erschossen wird, ist dem Zuschauer klar, dass das auf dem Bild seine Mutter ist. Ob er es selbst noch realisiert hat, ist nicht ganz klar, spielt aber letztlich auch keine Rolle.

Fazit der Filmkritik

Die Handlung des Films finde ich nämlich ehrlich gesagt nur schlecht. Würde man die Story halbwegs so erzählen, dass man ihr folgen kann, wären für den Film vielleicht drei von zehn Punkten drin. Und wenn man dann für die künstlerische Aufmachung nochmal drei gibt, wäre man sogar bei sechs.

Wer aber vor lauter Kunst vergisst, seine Zuschauer mitzunehmen, der macht aus meiner Sicht einen schlechten Film. Mein Fazit also: nicht empfehlenswert. Einer der schlechtesten Filme, die ich je in der Sneak gesehen habe. Selten saß ich so genervt und gleichzeitig gelangweilt und überfordert im Kino-Sessel.

Kinostart in Deutschland: 11. November 2010
Offizielle Website: www.south-derfilm.de
Trailer: zwei, englisch (obwohl es ein Film aus Österreich ist)
Dauer: 105 Minuten
Genre: Drama, Thriller

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27. Oktober 2010 um 00:57 Uhr

Über den letzten Sneak-Film muss ich eigentlich zwei Rezensionen schreiben. Eine über die ersten 80 % des Films und eine Filmkritik – mit Betonung auf Kritik – über die letzten 20 %.

Es lief Du schon wieder. Die Erwartungen waren so niedrig wie möglich. Schon während des Vorgeplänkels erfuhr ich, dass der Film heiß im Rennen ist, bei den Tipps, welcher Film diese Woche in der Sneak kommt. Garniert mit der beruhigen Info, dass Du schon wieder bereits in Gera in einem Kino in der Sneak lief und dort ganze zwei Punkte abgesahnt hat – von zehn.

Der Film begann und es sah nach einer recht typischen Hollywood-Komödie mit Highschool-Rückblenden aus, die sich dann aber immer mehr zu einer sehr lustigen Komödie entwickelte. Kein besonders hoher Anspruch, aber doch sehr unterhaltsam.

Bis dann nach dem großen Showdown auf eine – Achtung: Spoiler! – sich noch im Rahmen befindliche Versöhnung eine zwanzigfach überzeichnete Versöhnung folgte, die sich noch dazu recht lang hinzog und somit unerträglich wurde. Spoiler-Ende.

Ohne Witz – hätte man einfach die letzten 20 % weggelassen und die beiden Kontrahentinnen wären zerstritten auseinandergegangen, wäre es eine echt schöne Komödie gewesen. Weniger ist eben manchmal mehr.

Empfehlung: auf DVD angucken und rechtzeitig einschlafen ;-)

Kinostart in Deutschland: 4. November 2010
Original-Titel: You again

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19. Oktober 2010 um 01:24 Uhr

Es ist typisch für die Sneak, dass man dort Filme sieht, die man sonst nie gesehen hätte. Und im Kino schon gar nicht. Heute lief In ihren Augen – und zum Glück war ich mal wieder da.

Noch nie hatte ich von diesem Film gehört. Als im Kino die ersten Zeilen über die Leinwand flimmerten und verschiedenste Logos präsentiert wurden deren Beitext immer klarmachte, dass es ein spanischer Film sein würde, ging bei jedem dieser Logos ein stiller Aufschrei durchs Kino.

Auch rechts von mir hieß es “Oh nein, wenn das jetzt…” – ich unterbrach und meinte nur: “Jetzt ist es egal. Jetzt gucken wir ihn einfach.” Kurz danach dachte ich: “Oh jee, wird das langweilig.” Aber dann brach der Film ab, setzte neu an. Ganz anders. Als würde eine ganz andere Geschichte beginnen. Dann das gleiche noch einmal. Wieder Abbruch.

Wirklich faszinierend dieser Film. Eigentlich schon dieser geniale Anfang, aber vermutlich wirkt der erst richtig mit dem ganzen Rest. Wie gesagt, ich hatte nie von In ihren Augen gehört oder gelesen. Aber dass dieser Film 14 Auszeichnungen bekommen hat, wundert mich im Nachhinein gar nicht.

Er hat etwas sehr schwer in Worte zu fassendes. Er hat Gewicht. Er ist bedeutsam. Er ist einfach gut.

Wie fast immer von mir an dieser Stelle der Hinweis: Schaut euch nicht den Trailer an. Schaut einfach diesen Film. Schaut ihn euch an, absolute Empfehlung.

Kino-Film “In ihren Augen”

Kinostart in Deutschland: 28. Oktober 2010
Originaltitel: El secreto de sus ojos
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Film-Länge: 125 min
Schauspieler: Ricardo Darín, Soledad Villamil, Pablo Rago, Javier Godino, Guillermo Francella

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6. Juni 2010 um 23:01 Uhr

Heute Abend hab ich mal wieder den Tatort im ARD-Livestream geguckt. Der Leipziger Tatort war’s. Und ich fand ihn eher mies.

Wenn ich mich richtig erinnere, war der letzte Tatort auch nicht so sein Fall. Seht ihr das ähnlich? Kamen gerade ein paar schlechtere Tatorte hintereinander oder bin ich gerade irgendwie besonders kritisch oder achte einfach nur mehr drauf, wenn ich nicht beim Public Viewing bin, sondern zu Hause gucke?

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25. Mai 2010 um 01:12 Uhr

Heute war die Sneak richtig schlecht. Da hört man sich wegen des Wetters bei der Begrüßung an, dass wir ja offenbar die Hardcore-Sneak-Fans sind und dann quält man seine Fans mit so etwas.

Es lief Der Andere – The Other Man. Ein echt seltsamer Film, der die Zuschauer bewusst in die Irre führt. Das hat bei mir leider etwas zu gut geklappt und so war ich ziemlich verwirrt.

Ich spoiler jetzt im Folgenden: Ein Mann bekommt nach 25 Jahren Ehe von seiner Frau die Frage gestellt, ob er nicht mal gerne mit einer anderen Frau schlafen würde. Etwas verwirrt fragt er, ob es ein Problem gäbe, aber sie wiegelt ab. Alles scheint gut – auch wenn eine Rest-Unsicherheit bleibt, wieso sie jetzt diese Frage aufgeworfen hat.

Dann verabschiedet sie sich nach Italien zu irgendeiner Dienstreise. Als nächstes räumt er ihre Kleider aus dem Schrank. Dann liegt ihr Handy auf dem Tisch und durch Handy und Laptop findet er raus, dass sie einen Liebhaber hatte.

Er fliegt nach Italien (aha!), um ihn aufzusuchen. Er findet ihn und die beiden lernen sich beim Schachspiel kennen. Der Italiener (der eigentlich Halb-Spanier, Halb-Engänder ist) erzählt dem Ehemann dann auch noch von seiner Freundin. Der wiederum schreibt ihm munter E-Mails vom Account seiner Frau.

Mehrfach denkt man, jetzt schlägt er zu, jetzt erzählt er ihm alles – aber nichts. Bis er ihn irgendwann im Namen seiner Frau treffen will – und dann selbst erscheint. Warum er ihm vorher Geld für eine Feier gegeben hat, zu der der Ehemann dann auch seine Tochter bittet, wo sie letztlich alle einen Toast auf die tote Ehefrau aussprechen, ist mir völlig schleierhaft.

Fazit der Filmkritik
Der ganze Film war einfach nur langweilig, nervig und absolut nicht empfehlenswert.

Kinostart in Deutschland ist am 1. Juli 2010. Der Film dauert 88 Minuten und den Trailer findet ihr hier.

Vor dem Kino hab ich noch Erik und seine Kinocast-Crew getroffen und so findet ihr meine Meinung zum Film auch in Eriks heutigem Kinocast zur Sneak.

Apropos Sneak: Es gibt ab heute immer einen kleinen Animationsfilm als Vorfilm bei der Sneak, weil die Stuttgarter wohl weltweit Preise für ihre Animationsfilme bekommen, die aber in Stuttgart kaum einer kennt. Die nächsten drei Monate also nicht wundern, wenn der Film nach 2-4 Minuten vorbei ist. ;-)

Der Tipp für nächste Woche war: Spannung pur, Darwin würde sich im Grab umdrehen. Das klingt nach “Splice”, meinte die Kinocast-Crew. Ich bin dann also eher in zwei Wochen wieder dabei.

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18. Mai 2010 um 01:49 Uhr

Ein Film der Extreme. Das klingt nicht nach einer romantischen Komödie, aber genau so eine kam heute gestern in der Sneak im Metropol-Kino in Stuttgart.

When in Rome – der Film scheint keinen deutschen Titel zu haben – hat wirklich viele echt lustige Szenen. Leider kommen in etwa genauso viele eher grausame Szenen dazu. Grausam im Sinne von Fremdschämen, gnadenloser Überzeichnung (die manchmal schon wieder lustig ist) und einer im Rückblick doch extremst dünnen Story.

Immerhin, die beiden Hauptdarsteller – Kristen Bell und Josh Duhamel – sehen nicht nur sehr gut aus, sondern sind auch in ihren Rollen durchaus sympathisch. Man müsste in dem Film nur einige Szenen weglassen und ein paar andere entschärfen. Wobei er wohl etwas kurz wird, wenn man die Hälfte weglässt. ;-)

Wirklich schwer bei When in Rome ein abschließendes Urteil zu fällen. Danny DeVito sieht mit seiner Brille in dem Film übrigens bescheiden aus – aber durchaus sehr passend zu seiner Rolle als Wurstbaron.

Den Trailer gibt’s hier in deutsch und hier in englisch (sogar in HD). Wie das mit Trailern oft so ist, verrät er recht viel vom Inhalt. Schon in der ersten Szene wird einer der im Film lang aufgebauten Gags vorweggenommen. Ein bisschen irritierend ist, dass im Trailer einige Dialoge etwas anders sind als im Kino-Film.

Kino-Start in Deutschland ist am 17. Juni 2010, der Film ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und dauert 91 Minuten.

Hauptdarsteller sind Kristen Bell und Josh Duhamel. In einer Nebenrolle ist Danny DeVito mit von der Partie. Einzuordnen ist When in Rome ins Genre Romantikkomöde – mit einem Schuss zu viel Hollywood. Oder zwei.

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16. Mai 2010 um 01:44 Uhr

Kaum etwas habe ich in meiner Jugend wohl lieber gesehen als das A-Team. Nun soll diesen Sommer ein A-Team-Film ins Kino kommen.

Gerade habe ich mir den Trailer des Kino-Films angesehen. Es ist schon etwas seltsam, wenn die gut bekannten Figuren nun von anderen Schauspielern gespielt werden. Wobei ich bei manchen Szenen im Trailer echt “Hut ab” sagen muss, denn es gibt Sekunden, da fällt’s fast nicht auf, dass da nun andere Schauspieler mitspielen als im Original-A-Team.

[HD] Das A-Team Trailer deutsch

Auch wenn ich irgendwo ja doch sehr skeptisch bin, ob mir das A-Team 2010 als Film wirklich gefallen wird: ich muss ihn mir unbedingt ansehen. Die Kino-Karten sind so gut wie reserviert.

Ich hoffe aber doch sehr, dass sich mir nicht permanent der Magen umdreht, weil eben die “falschen” Schauspieler dabei sind und es mir daher eher wie eine A-Team-Parodie vorkommt. Wir werden sehen.

Eure Meinungen?

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2. Mai 2010 um 23:15 Uhr

Bis auf ein Mal war ich in den letzten Wochen immer in der Sneak, nur drüber geschrieben habe ich nie. Das soll sich jetzt wieder ändern. Und da am letzten Montag im Kino ein Film zum Thema Flüchtlinge kam und in den Wochen davor auch, dachte ich mir, ich verbinde beide mal in einem Eintrag – so unterschiedlich die Filme auch sonst sind.

Sin Nombre

Zunächst der Sneak-Film vom vergangenen Montag. Ein Thriller namens Sin Nombre. Sehr brutal, aber wohl (leider) auch sehr realitätsnah beschreibt er die Reise von mexikanischen Flüchtlingen, die auf den Dächern von Güterzügen über die Grenze in die USA fliehen wollen.

(Da ich jetzt was vom Inhalt des Films verrate, an dieser Stelle eine Spoiler-Warnung.) Nur wenige kommen tatsächlich auch lebend dort an. Von der Flüchtlingsfamilie aus deren Sicht ein Teil des Films startet, ist es genau eine.
Während des Films bekommt man zudem Einblicke in Bandenkriege und -rituale rund um die real existierende Mara Salvatrucha. Um dazugehören, muss man einen Mord begehen. Auch wenn man erst zwölf Jahre alt ist. Wie locker Zwölfjährige in den Film übers Töten reden, belustigt zwar im ersten Moment, macht aber doch auch nachdenklich, wieviel Wahrheit da wohl dran ist.

Laut SPON hat sich der Regisseur des Films, Cary Fukunaga, nämlich wohl vor dem Dreh selbst auf so eine Reise begeben. SPON schreibt:

“Sin Nombre”, das Ergebnis von Fukunagas Recherchen, hatte 2009 Premiere auf dem Sundance Film Festival und gewann dort den Preis für die beste Regie. Diese Woche kommt “Sin Nombre”, “Ohne Namen”, in die deutschen Kinos. Es ist ein faszinierendes Kino-Debüt: ein Thriller, eine Liebesgeschichte und ein quasi-dokumentarisches Flüchtlingsdrama, das in einer Welt spielt, von der viele gar nicht wissen, dass sie existiert.

Ich hab viel nachgedacht, ob ich den Film empfehlen würde. Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr neige ich zum Ja.

Kino-Start in Deutschland war am 29. April 2010, der Film dauert 96 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben.

Mehr Infos: Sin Nombre (Wikipedia) und Sin Nombre (offizielle Seite)

Neukölln Unlimited

Der deutsche Film Neukölln Unlimited behandelt zwar auch das Thema Flüchtlinge, es geht aber um Flüchtlinge in Deutschland.

Eine Doku über eine Familie deren Kinder hier in Deutschland geboren sind, die aber trotzdem keine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Im Gegenteil, am Geburtstag eines der Kinder wird die Familie abgeschoben – in ein Land in dem zumindest die Kinder nie waren und dessen Sprache sie nicht sprechen. Ein fremdes Land.

Die Familie kommt dann irgendwie wieder zurück nach Deutschland. Einer der Jungs fängt nach einer Weile an, Dummheiten zu machen. Die Abschiebung hat Spuren hinterlassen – psychische.

Da der Film eine reale Dokumentation ist, sind die Rückblenden durchweg im Comic-Stil gemacht. Sehr interessant gemacht. Außerdem spielt der echte Innensenator von Berlin mit.

Sicher kein besonders geeigneter Film für die Sneak, wo man ja eher Unterhaltung sucht. Aber durchaus ein interessanter Film, um die Probleme von Migrantenfamilien besser zu verstehen. Ich hab mich auch nicht gelangweilt.

Kino-Start war am 8. April 2010, der Film dauert 96 Minuten und hat keine Altersbeschränkung.

Mehr Infos: Neukölln Unlimited (Wikipedia) und Neukölln Unlimited (offizielle Seite)



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